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PSYCLON NINE - Divine Infekt

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Artist PSYCLON NINE
Title Divine Infekt
Homepage PSYCLON NINE
Label NOITEKK
Leserbewertung
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6.9/10 (9 Bewertungen)

Harter Elektro, wie ich ihn liebe! PSYCLON NINE aus dem sonnigen San Francisco lassen auf ihrem Debüt eine wahre Hasslawine auf den unbedarften Hörer los. Hass gegen die kranke Gesellschaft, die vom göttlichen Virus infiziert wurde und im Namen Gottes mit Giftgas um sich wirft (man beachte das Wortspiel im Bandnamen!). Marshall „Carnage“ und Josef „Heresy“ starteten 2000 mit ihrem Projekt, nachdem sie vorher bereits bei einer Formation namens DEFKON SODOMY an den Reglern standen. Ursprünglich sollte es in Richtung Black Metal gehen, was man der Scheibe an einem Punkt auch noch ganz deutlich anmerkt: Der Gesang könnte genauso gut bei einer norwegischen Schwarzwald-Kapelle für Furore sorgen. Womit mal wieder bewiesen ist, das die Grenzen zwischen den extremen Genres gar nicht so weit auseinanderliegen, man trifft sich halt am äußeren Rand…

Nachdem sich die beiden Protagonisten für Größen wie FEINDFLUG, SUICIDE COMMANDO oder auch :WUMPSCUT: begeistern konnten, war klar, wohin die Reise geht. Harscher, beatlastiger und sehr aggressiver Elektro fernab vom Future Pop, wenngleich durch die repetetiven Strukturen äußerst tanzbar und eingängig. Der Opener und Titeltrack fällt dabei sogar noch am konventionellsten und „harmlosesten“ aus, im darauffolgenden „Tyranny“ (welches man auch auf der Homepage herunterladen kann) wird zum ersten mal dieses bestialische Gekreische ausgepackt, welches auch Dani von CRADLE nicht besser hinbekommen hätte. In dem Stil geht es weiter, sehr hohe „Beats per Minute“ werden von Keyboardflächen und einzelnen melodischen Synth-Folgen überlagert. Der Gesang wurde mal verzerrt und mal naturbelassen, einen Gewinner gibt es nicht. Stück 5 – „Resurrekt“ – ist der Clubtrack schlechthin, denn ich auch schon mal in der Zeche Carl (Essen) vernommen habe. Eine kurze immer wieder kehrende Keyboardsequenz prägt den Song und verleiht ihm den unwiderstehlichen Drive. Zum Abschluss haben die Labelmates von TACTICAL SEKT auch noch einen Remix von „Divine Infekt“ beigesteuert.

Jeder Fan der oben genannten Acts darf hier bedenkenlos zugreifen, vielleicht muss er es sogar, Synth oder Future Popper mal ausgenommen. Für mich eine nahezu perfekte Mischung aus Härte und Tanzbarkeit auf durchweg hohem Niveau und mit der richtigen politischen Attitüde…

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