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PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION (P.D.O.A.) - I Still Care

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Artist PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION (P.D.O.A.)
Title I Still Care
Homepage PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION (P.D.O.A.)
Label NOISOLUTION
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Der Bandname PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION sagt es vielleicht schon aus: diese Band zeigt sich gerne, sie sind für den Voyeur in uns allen. Entertainment. Eine Band, die mehr ist als nur Musik und sich als Mixed-Media-Kunstprojekt sieht. Tanz, Performance, Farbe, Sound – die Live-Shows von P.D.O.A. spiegeln das Image, das Berlin zu einem Magneten internationaler Künstler werden ließ und erinnern an die Exzentrik der West-Berliner Performance-Kunst- und Musikkollektive der 1980er Jahre. Ein wildes Feuerwerk, eben noch schleichend langsam, dann wieder voller Post-Punk-Attacken. Noise, Rock, Pop, Blues, Elektronik… Eine explosive und neue Art Crossover, die sich jetzt auch auf dem Langspiel-Debüt „I Still Care“ entlädt.

Jedes Bandmitglied bringt bei P.D.P.A. seine/ihre eigene Geschichte und einen anderen künstlerischen Background ein. So ist die gebürtige Australierin Madeleine Rose Texterin und Sängerin. Auf der Bühne ist sie das Zentrum der Combo. Künstlerisch aufgewachsen in der LGBTQI-Community ist sie als ‚performing artist with vocal gymnastics and dance‘ aktiv. Lewis Lloyd ist vielleicht der künstlerische Kopf bei P.D.O.A. Er macht Filme und ist mit seiner Band PLATTENBAU seit Jahren international unterwegs. Letzteres gilt auch für den Produzenten und Drummer Anton Remy, der mit dem Kollektiv BAKERY FROM BAKETOWN SCHONEBERG ebenfalls international auf Tour war. Der Multiinstrumentalist und Sänger JESPER MUNK hat die Kapelle gemeinsam mit Madeleine gegründet und unter eigenem Namen bereits vier Alben veröffentlicht. Mit seinem Blues-, Soul-, Rock- und Folk-Singer-Songwriter-Stuff früherer Tage hat „I Still Care“ allerdings nicht viel zu tun.

Vielmehr bringen PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION einen Mix zu Gehör, der sich nur schwer in irgendwelche Schubladen stecken lässt. Der Opener „Artificial Paradise“ kommt zunächst einmal mit einer reduzierten Instrumentierung aus und stellt Madeleines ausdrucksstarke Stimme in den Fokus, schrammelt derweil auch ein wenig im PIXIES-Modus und entlädt sich im nachfolgenden „Typhoon Honeymoon“ in einem stoischen Gejamme, das sich in ähnlicher Weise auch im Titeltrack „I Still Care“ fortsetzt. Mit „Fishing Hook“ zieht das Tempo an, der Sound wird ein wenig punkiger, während der „Highway Man“ rhythmusbetont für ein geheimnisvolles Flair sorgt. „Goodbye Watchman“ kommt deutlich entschleunigt und mit Jespers dunklen Vocals daher, wohingegen das schwurbelige „Lockdown“ wieder mit dem Organ der Fronterin besticht. Verquere Elektronik steht dank „Pink City“ auf dem Programm, ehe „Spider“ im bassgetriebenen Minimalismus mäandert und „Exit“ letzte Klangexperimente unternimmt. „I Still Care“ steckt voller Dynamik und Überraschungen und allein die Musik lässt erahnen, dass P.D.O.A. live eine wahre Wundertüte sein müssen.

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