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PURE INC. - Parasites and Worms

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Artist PURE INC.
Title Parasites and Worms
Homepage PURE INC.
Label DOCKYARD 1
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wer glaubt, unsere eidgenössischen Nachbarn jenseits der Alpen verstünden sich nur auf Schoki und Käse, wüssten aber nicht zu rocken, dem seien die Herrschaften von PURE INC. empfohlen. 1994 gegründet haben sie bislang zwei Alben rausgehauen („Pure Inc.“ 2004 und „A New Day’s Dawn“ 2006), um jetzt Silberling Nummer 3 unters schwer rockende Alternative-Volk zu bringen.

Auch wenn das Cover nicht besonders appetitlich aussieht, so laden doch schon die ersten bretternden Gitarrenwände, die der Opener „The End“ vorwegschickt, zum lauten Hören ein. PURE INC. brauchen keine lange Aufwärmphase und lassen es stattdessen vom ersten Moment an gewaltig krachen. Hier treffen alternative Sounds auf Grunge-Elemente, die sich mit dem Spirit des traditionellen Hardrocks verbinden, der sich besonders im folgenden „Evenmore“ wiederfindet. Besonders hervorzuheben ist zweifelsohne die imposante Gesangsleistung von „The Throat“ Gianni Pontillo, die dann und wann auch an SOUNDGARDEN-Fronter Chris Cornell erinnert. Die Kollegen an den Instrumenten müssen sich jedoch keinesfalls hinter ihrem Frontmann verstecken, auch hier wird weder Mensch noch Material geschont, was beispielsweise bei der „Serenade of Aggression“ abwechslungsreich und sehr druckvoll zum Tragen kommt. Eine Spur ruhiger lässt es der Vierer bei „Carrie’s Alone“ und „Darkened Glow“ angehen, ohne auf den konsequent sehr straighten und kraftstrotzenden Sound zu verzichten. „Drowning In Your Blood“ gibt wieder ordentlich Gas, während „Home“ langsam in die Gehörgänge kriecht, um letztlich im Kopf mit einem gewaltigen Refrain zu explodieren. „Raise Hell“ verbindet High Speed mit spielfreudigem Gitarrengegniedel, wohingegen „Dead Calling“ das weiche Rocker-Herz berührt. Dass auch hier die Langäxte eine deutliche Sprache sprechen, ist natürlich Ehrensache und mit „Won’t Get Back“ ist erneut Vollgas bei PURE INC. angesagt. Auf der Zielgeraden ziehen die im Dreiländer Eck Basel beheimateten Mucker noch mal alle Register und schubbern sich mit „The Last Remaining Song“ in den Alternative-Rockhimmel.

Besser als die Band selbst kann ich es auch nicht sagen: Man nehme 10 Gramm von LED ZEPPELIN, 20 Gramm von ALICE IN CHAINS, 30 Gramm BLACK LABEL SOCIETY auf 40 Gramm SOUNDGARDEN, mische ordentlich durch und schon hat man einen hochexplosiven Cocktail namens PURE INC.!

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