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PURPLE NAIL - Embrace The Dark

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Artist PURPLE NAIL
Title Embrace The Dark
Homepage PURPLE NAIL
Label WORMHOLEDEATH RECORDS/ WARNER/ CHAPPELL
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Gothic Metal, der seinen Namen mal zu Recht trägt, kam dieser Tage aus Bella Italia zu uns nach Germania. PURPLE NAIL bestehen aus Vodoo an den Drums, Hellsinki an der Gitarre, Lady Crow singt dazu und Aiwaz bearbeitet seinen E-Bass. Das machen sie so gut und düster, dass sie bei Chappell Music von Warner unter gekommen sind.

Die Texte von Aiwaz & Lady Crow drehen sich erwartungsgemäß um Düsteres, Wehmütiges und Dunkles, so ist auch der Name des Albums programmatisch zu sehen, als Umarmung der Dunkelheit, oder besser wie ein warmer Mantel, der sich um die Seele des Hörers legt, wenn man das Werk mit seinen 11 wunderschönen, wehmütigen und sehr traurigen Stücken goutiert. Vorzugsweise in der Dämmerung und der aufziehenden Dunkelheit entfaltet die Musik einen ganz eigenen verträumten Zauber. Dabei verwenden die 4 Italiener typische Stilelemente, wie man sie von vielen Gothicmetalbands und unzähligen Genre-Alben der letzten 20 Jahre zur Genüge kennt, aber es gelingt ihnen trotzdem, eine wohltuende eigene Note hineinzubringen. Dabei kommt man an stiltypischen Klängen und dem einen oder anderen Stereotyp (Styling u.ä.) nicht vorbei, es gelingt den 4 Mitgliedern von PURPLE NAIL aber einen eigenständigen Stil zu Spielen und eine wohlige schwarze Atmosphäre voller Dunkelheit und Wehmut aufzubauen. Riffing, Gitarrenspiel, Produktion und Schlagwerk können sich hören lassen. Die Stimme von Lady Crow ist in den hohen Lagen leider stilistisch bedingt (dem Heavenly-Voices-Ideal folgend) etwas dünner, aber trotzdem ausdrucksstark. Wirklich klangschön, wird sie aber erst in den Mezzosopran- und Altlagen!

Beim Design des Booklets und des Covers hat man sich große Mühe gegeben und auch hier typische Szenedinge mit Ungewöhnlichem verknüpft. Innen finden sich neben dem obligatorischen Promofoto sehr ansehnliche Zeichnungen von Menschenköpfen und das Coverbild fängt die Stimmung der 11 Gothicmetalnummern exemplarisch ein. Das wirkt nie bemüht, klischeebeladen oder gar langweilig, ganz im Gegenteil! PURPLE NAIL bringen frischen Wind über die alten düsteren Gemäuer des europäischen Gothicmetals zum Wehen, oder besser gesagt klingt ein neuer düsterer Sound voller Wehmut über den alten Grabstätten… Anspieltipps machen hier keinen Sinn, da das gesamte Album so rund produziert wurde und eine einzige stimmige Abfolge bildet, dass sich das Reinhören auf jeden Fall lohnt. Wer auf Gothicmetal mit weiblichen Stimmen steht sollte unbedingt das schwarze Öhrchen riskieren – es lohnt sich!

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