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QUEEN - Deep Cuts 3

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Artist QUEEN
Title Deep Cuts 3
Homepage QUEEN
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

Es gibt Namen in der Musik, die lassen sich besonders gut vermarkten. Dies trifft definitiv auf QUEEN zu, zumindest solange wie wir von der Konstellation mit Freddie Mercury reden. Dies soll keine Kritik an Paul Rodgers sein – nur ist es eben so, dass der „alte“ QUEEN-Fan die Band nun mal mit Freddie in Verbindung bringt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass pünktlich zum zwanzigsten Todestag des Musikers die erste „DC-Zusammenstellung“ auf den Markt kam, kurz gefolgt von „Deep Cuts 2“. Und nun läuten wir Runde 3 ein. Wer noch nichts von dieser Reihe gehört hat, dem sei gesagt, es handelt sich um eine Art Best Of, die Songs beinhalten, welche es bis dato nicht geschafft hatten, auf einer offiziellen Best Of zu landen.

„Deep Cuts 3“ befasst sich mit der Ära von 1984–1995 (also inklusive des posthum veröffentlichten Werkes „Made in Heaven“). Den Einstieg macht dann auch gleich der Namensgeber dieses finalen Werkes. Ein sehr würdiges Entree, vor allem da der Song viele QUEEN-typische Merkmale aufweist – vom Bombast bis hin zu den markanten Gitarrensounds. Im Anschluss dann das funkige „Machines (or Back to humans)“, es folgt eine der so typischen Balladen, mit Freddies facettenreichem Gesang und viel Pathos. Die Rede ist von „Don’t Try So Hard“. Mit dem anschließenden „Tear It Up“ haut man noch einmal richtig in die Saiten. Und spätestens hier merkt man, dass man sich bei der Zusammenstellung Gedanken gemacht hat. Die Songauswahl ist sehr abwechslungsreich. Von krachenden Rockern bis hin zu operettenhaften Stücken ist alles vorhanden, was einmal mehr die Ausnahmestellung der Band in den Vordergrund rückt. Selbst Stücke wie das Gitarrenepos „Bijou“ fehlen nicht. Besondere Aufmerksamkeit möchte ich an dieser Stelle dem letzten Titel widmen: „Mother Love“. Freddie war damals von diesem Song begeistert und wollte von Brain May noch mehr Text, so lange er noch singen konnte. Doch leider hat er es nicht geschafft, das Ganze zu beenden. Aus diesem Grund hat May die Gesangsaufnahmen beendet und seine Stimme wird von Freddies überlagert. Ein aufnahmetechnischer Geniestreich mit immensem Gänsehautfaktor. Übrigens: Genau solche Infos findet man im beiliegenden kleinen aber feinen Booklet. Ach ja, bei einem offiziellen Release, auf dem der Name QUEEN prangt, braucht man auch nicht über den Klang zu reden. Da gibt’s natürlich nichts zu mosern.

Schlussendlich fragt man sich doch, wer so eine Zusammenstellung braucht? Der Fan hat eh die Alben im Schrank stehen (15 an der Zahl, die über die Deep Cuts 1-3 abgedeckt wurden) und der Gelegenheitshörer wird die alte QUEEN-Box in Gold (2-CD) oder die spätere Platin-Box (3-CD) besitzen. Aber genau diese Hörer sollten sich angesprochen fühlen. Denn die „Deep Cuts“-Reihe bieten noch einige Stücke, die nicht fehlen dürfen, aber es zumindest auf die „üblichen“ Compilations nicht geschafft haben. Für mich persönlich ist dies ein würdiger Abschluss der Reihe, die einmal mehr beweist, dass der viel zu früh verschiedene Musiker Freddie Mercury ein musikalisches Ausnahmetalent war.

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