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QUEENSRŸCHE - s/t

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Queensryche-Queensryche.jpg
Artist QUEENSRŸCHE
Title s/t
Homepage QUEENSRŸCHE
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.8/10 (16 Bewertungen)

Das ganze Hickhack um den Split und die nun 2 QUEENSRYCHE-Versionen lassen wir hier mal außen vor. Rein musikalisch gibt es für Fans der ursprünglich göttlichen Prog-Metaller eh nur eine legitime Band unter dem Namen und die legt mit dem selbstbetitelten „Debut“ endlich wieder ein relevantes, starkes und vor allem metallisches Album vor! War eigentlich alles seit “Empire” (1990!) eher halbgar bis belanglos und schwamm immer weiter in die softe Alterna-Richtung, so befreien sich die Instrumentalisten mit ihrem neuen Sänger Todd La Torre mit diesen 10 Songs plus Intro regelrecht. Leider bringt es das neue Material nur auf kompakte 35 Minuten, die haben aber wenigst durchweg hohe Qualität!

Nach dem “Operation: Mindcrime”-artigen Intro “X2″ folgt mit “Where Dreams Go to Die” die erste Gabe und beamt den Fan umgehend in die goldene Phase der Band zurück. Progressiver Metal mit Gänsehaut-Melodien der Klampfenfraktion und einem brillierenden Todd am Mikro, der durchaus mit den frühen Tate-Glanztaten mithalten kann. “Spore” und vor allem das famose Ohrwurmige “In this Light” sind ebenfalls endlich wieder Futter für Fans der 80er-Scheiben der Seattle-Könner. Das treibende, aber nie zu harte und mit grandiosen Soli gesegnete “Redemption” dürfte sich live sehr gut in die Klassikerriege einreihen. Todd klingt zwar manchmal wie der junge Tate, aber jederzeit mit genügend eigenem Timbre. Der perfekte Mann für das Mikro bei den „real“ QUEENSRYCHE, denn die anderen um Geoff Tate haben sich mit ihrem laffen “Frequency Unknown” selber disqualifiziert (ganz gruselig die Neuaufnahmen alter Klassiker!). “Vindication” geht richtig nach vorne, treibender Edel-Prog Metal der alten Schule. Stark! Nach dem kurzen Zwischenspiel “Midnight Lullaby” folgt das ruhigere “A World Without” auf dem La Torre zeigen kann, das er auch in balladeskeren Gewässern bestens schwimmt. Erinnerungen an “Empire” kommen einmal mehr auf, nur eben einen kleinen Tick moderner. Die härteren Banger “Don´t Look Back” und “Fallout” sind nicht nur geil, sondern zeigen auch eindeutig auf, wer für den Stilwechsel weg vom Prog Metal seinerzeit verantwortlich war. Die Instrumentalfraktion der alten Band jedenfalls kann´s noch, und zwar richtig! Mächtig Punch, treibender Groove, geile Soli… Sahne. Mit dem balladesken “Open Road” beendet man diese Scheibe qualitativ hochwertig.

SO hat man sich eine QUEENSRYCHE-Scheibe schon langelange mal wieder gewünscht! Großartig.

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