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RABIA SORDA - Noise Diary

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Artist RABIA SORDA
Title Noise Diary
Homepage RABIA SORDA
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (12 Bewertungen)

Auch wenn man eine Rezension normalerweise nicht mit dem Fazit beginnt: Beinahe, ja beinahe… hätte ich dieses Meisterwerk verpaßt. Gelangweilt von dem Einheitsbrei, der unter dem Namen HOCICO (mittlerweile) veröffentlicht wird, war ich anfangs nicht wirklich erpicht darauf herauszufinden, wie sich das Soloprojekt RABIA SORDA des HOCICO-Frontmanns Erk Aicrag wohl anhören mag. Irgendwie habe ich hier eine ähnliche musikalische Stagnation wie beim Hauptprojekt erwartet. Aber gelegentlich liegt man mit Vorurteilen eben völlig daneben.

Elektronische Beats bilden zwar auch bei „Noise Diary“ das Fundament, dies aber völlig anders, als ich es erwartet hätte. Dient dieses „Gerüst“ doch als Grundlage für allerlei musikalische Spielereien. EBM-Sounds bietet dieses Album kaum. „Noise Diary“ präsentiert sich eher als Werk, das grob zwischen den Polen Punk, New Wave und Romantik schwebt, eine bunte Mischung, als wenn man ALIEN SEX FIEND, PSYCHE, JOY DIVISION und eine Nu Metal Band in ein Studio stecken würde. Akustische Drums und Gitarren kann man heraushören und im Vergleich zu dem verzerrten „Ich kann nur mit einer Stimmlage schreien“-Gesang bei HOCICO zeigt Erk hier eine geradezu „erschütternde“ Vielfältigkeit, was den Gesang betrifft. „Dirty“ Voices bei einem Song wie „Monkeyland“, balladeske Beats und Stimmlage bei „Burning House“. Tracks wie „Mirrows and Knives“ oder „NME“ sprühen förmlich vor musikalischer Vielfalt. In einem Album voller Highlights sticht dann noch „Money Talks (and Rots)“ hervor, eine 5 1/2 Minuten lange „Tour de Force“, harsche Beats und Shouts vermischt mit melodiösen Zwischenläufen, dies erfordert eine besondere Erwähnung.

In „Noise Diary“ steckt eine geradezu erdrückende Energie, die man in jeder Sekunde dieses Albums heraushören kann. Ein absolutes Spitzenalbum.

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