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RADIO HAZE - Momentum

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Artist RADIO HAZE
Title Momentum
Homepage RADIO HAZE
Label MAGIC MANGO MUSIC
Leserbewertung
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8.6/10 (5 Bewertungen)

Abensberg? Nie gehört? Ich auch nicht. Liegt irgendwo in Niederbayern. Zwischen Ingolstadt, Landshut und Regensburg. RADIO HAZE sind hier zuhause. Auch nie gehört? Geht mir genauso, dabei gibt es die Kapelle bereits seit 2007 und auf je zwei EPs und LPs können die Brüder Michael (Drums & Vocals) und Robert (Bass & Vocals) Hofmann sowie Lockenköpfchen Phil Janoske am Sechssaiter und Gesang ebenfalls schon zurückblicken. Möglicherweise liegt es am DIY-Ansatz des Trios, dass man von ihren bislang diesseits des Weißwurstäquators noch nichts gehört hat. Immerhin durfte man schon Größen wie URIAH HEEP und TEN YEARS AFTER supporten und teilte sich die Bühne mit GRAVEYARD oder auch THE BREW. Womit wir auch schon bei den musikalischen Vorlieben von RADIO HAZE angekommen wären, die Legenden wie JIMI HENDRIX und LED ZEPPELIN im Kopf und einen MIX aus WOLFMOTHER und den FOO FIGHTERS im Ohr haben. Macht in Gänze Sixties- und Seventies-Rock, der im Hier und Jetzt angekommen ist.

Mit den elf Songs ihres jüngsten Longplayers „Momentum“ beweisen die Bajuwaren abermals ihre Liebe zum Classic Rock und lassen mit ihrem Opener „Ignition“ auch gleich ein mal die Finger blitzschnell über die Saiten tanzen. „Blame The Moonlight“ schließt sich mit viel Melodieverliebtheit an, ehe „Communication“ in die grummelnden Vollen geht. „Step The Line“ und „Let Me Taste Your Light“ folgen mit routiniertem Handwerk, wirkliche Überraschungen gibt s allerdings nicht zu hören. „Safer Ground“ spielt ein wenig mit dem Tempo und „Wrong Shoulder“ gibt wieder Gas, bevor „Wastelands“ ein wenig Abwechslung ins Spiel bringt. Mit einem gerüttelt Maß an bluesgetränkter Coolness empfiehlt sich „The Night She Shot Me Down“, um mit „Sticks, Stones & Broken Bones“ auf die Tube zu drücken. Bleibt noch der Titeltrack „Momentum“, mit dem der Silberling in bester Blumenkinder-Rock-Manier endet.

RADIO HAZE machen ihre Sache gut, aber ohne den zündenden Aha-Effekt. Womit wir auch den Grund gefunden haben dürften, weshalb es noch nicht bundesweit für Ruhm und Ehre gereicht hat. Solides Songwriting, gepaart mit eingängigem Gesang und einem gut gemachten Job an den Instrumenten ist eben noch nicht alles. Es fehlt hier schlicht ein wenig am zündenden Etwas, das der Dreier jedoch möglicherweise live rüberzubringen vermag. Schenkt „Momentum“ aber ruhig euer Ohr, wenn Classic Rock euer Ding ist, enttäuscht werdet ihr nicht.

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