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RADIOPILOT - Leben Passiert

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Artist RADIOPILOT
Title Leben Passiert
Homepage RADIOPILOT
Label COLUMBIA/ SONYBMG
Leserbewertung
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7.0/10 (12 Bewertungen)

Assoziation RADIOPILOT: Nach den ersten Tönen musste ich sofort an MARIANNENPLATZ denken. Einfach nur schön. Die Berliner RADIOPILOT treffen mit dem Album genau ins Pop(-Rock)-Schwarze. Aussagekräftige Texte, die zum nachdenken anregen – oder einfach nur zum träumen. Leben passiert – und genau das spiegelt sich in jedem einzelnen Song wider. Geschichten, die das Leben schreibt, die aber manchmal durch den gemeinen Alltag unter den Tisch fallen. RADIOPILOT greifen sie wieder auf. Man findet sich ein Stück weit in jedem Lied wieder und genau das macht das Album sympathisch. Ein bisschen crazy scheinen die Jungs aber doch zu sein. Wie kommt man sonst auf Textzeilen wie „…wir fahren mit dem Fahrrad um den Block, doch was wäre wenn es dieses Fahrrad gar nicht gibt?“. Klingt erstmal seltsam, aber das Leben ist seltsam und deswegen sind solche Zeilen durchaus passend.

Die Melodien sind einschlägig und man wird sich garantiert beim mitsingen erwischen. Vorausgesetzt man steht auf die Musikrichtung. Wer aber JULI (die man auch schon supported hat) und Co. mag, wird mit RADIOPILOT einen neuen Favoriten finden. Traumhaft schön ist auch die Liebeserklärung an das attraktive Mädchen aus Japan. „Tokyo:Berlin“ zeichnet die Sehnsucht einer Fernbeziehung, untermalt mit poppigen Gitarrensounds, auf. Mein Favorit auf dem Album ist aber definitiv „Immer Wenn Wir Träumen“. Sind wir nicht alle auf die eine oder andere Art Träumer? Ich für meinen Teil schon. Einfach ein klasse Song, bei dem vom Klang bis zur Poesie alles passt. „Monster“ war die erste Single Auskopplung – meiner Meinung nach hätte man keine bessere Wahl treffen können. Der Titel bietet für jeden etwas: Rockigen Beat, ruhige Passagen und psychedelisch angehauchte Zeilen. Zum tanzen und mitrocken lädt „Foto Von Dir“ ein. Live sicher einer der Höhepunkte eines RADIOPILOT Gigs.

Negatives findet sich meiner Meinung nach nicht an, um oder auf dem Album. Ein gelungenes, abgerundetes Stück, ohne Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen könnte (was in diesem Falle eben kein Kritikpunkt ist!). Als letztes muss ich aber noch „Sing Doch“ hervorheben. Eigentlich sollte man ja in Rezis keine all zu persönlichen Elemente einfließen lassen, deswegen hört euch den Song (bzw. das Album) selbst an. „Sing Doch“ findet jedenfalls, nicht nur wegen seiner Geschichte, den Weg in meine persönliche aktuelle Top Five.

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