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RAGNARÖEK - Dornig

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Artist RAGNARÖEK
Title Dornig
Homepage RAGNARÖEK
Label TROLLZORN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

RAGNARÖEK (man beachte die Namensgebung ähnlicher Kapellen) wurden 2005 gegründet und gehören unzweifelhaft zu den Mittelalter-Metallern. Im Stil der NDH bringen sie deutsche Texte zu hämmernden Rhythmen. Damit folgen sie einerseits RAMMSTEIN, sind aber auch beeinflusst von Bands wie NACHTGESCHREI oder IN EXTREMO. Mit dem aktuellen Album präsentieren sie nun ihren dritten Longplayer.

Mit dem Opener „Man(n) liebt dich“ geht es deshalb sofort deftig zur Sache. Der Titel gibt den Takt für das Album vor. Die mittelalterlichen Instrumente wie Dudelsäcke sind nur nachrangig vernehmbar, ziehen sich aber oft durch jeden Song. Deutlich im Vordergrund stehen die hämmernden Gitarren und die tiefen Growls des Sängers Charon. Auch die balladesk beginnenden Titel wie „Schach“ und „Schattengold“ bekommen spätestens mit dem Refrain eine schnelle Metal-Schlagseite verpasst. Gemischt mit Geräuschen („Alles dreht sich“) wird eine faszinierende Kulisse geschaffen, die mit den sanft eingeführten Klängen beinahe zum Träumen verleitet. Doch dann explodiert die volle Härte, die unabdingbar zum Tanzen einlädt. Erst mit „Herzlos“ zeigen RAGNARÖEK ihr Können, „echte“ Balladen zu „können“, was dann noch mit dem Titelsong fortgesetzt wird. Bei „Drei Wege“ wird dann im letzten Drittel des Tracks der mittelalterliche Background durch die Dudelsäcke besonders auf die Spitze getrieben. Folk bekommt man höchstes in den Lyrics zu spüren, beziehungsweise in dem Song „Trinkfest 5-4-3-2-1“, das der Tradition der Szene geschuldet ist, nach der nahezu jede Mittelalterband ein Trink- und Sauflied im Programm haben sollte. Flott, schlank und schnell auf Höhe von SALTATIO MORTIS lassen sich Text gut mitsingen und das Tanzbein schwingen, wenn es um Schnaps, Met und Bier geht. Melodisch erinnert „Hungrig“ an den Ostrock der 1970er Jahre. Gitarren im Staccato mit einem dumpfen Rollen schließlich beim „Gevadder“, den es gleich ein zweites Mal in einer auf Techno mit dumpfen Beats gemixten Version auf dem Album gibt. Musik, die lebt.

Für Liebhaber „härterer“ Genre-Musik sind RAGNARÖEK ein Tipp höchster Güte. Jedenfalls mit diesem Album „Dornig“.

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