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RAIN DIARY - The Lights Are Violent Here

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Artist RAIN DIARY
Title The Lights Are Violent Here
Homepage RAIN DIARY
Label G-RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Die Finnen begeistern mich ja immer wieder mit ihren lustigen Namen: Tommi Suomala (Vocals), Tytti Kallioniemi (Keyboard, Synths & Vocals), Teemu Rantanen (Gitarre), Joni Asikainen (Gitarre, Bass & Programming) und Teemu Alajoki (Drums & Percussion) geben dafür hervorragende Beispiele ab. Als Band nennen sie sich RAIN DIARY und bereits seit 2009 arbeitete die Kapelle, die 2007 gegründet wurde, am Dark-Wave-Debüt „The Lights Are Violent Here“, das im vergangenen Jahr in Finnland erschien und jetzt auch die bundesdeutschen Plattenläden erreicht hat.

Auf düstere Mucke verstehen sich die Skandinavier ja durchaus, was vermutlich daran liegt, dass es im hohen Norden über weite Strecken einfach sehr dunkel ist, was schon mal aufs Gemüt schlagen kann. Wenn man dann auch noch ein Regen-Tagebuch führt, dürfte das der Laune nicht zwingend zuträglich sein. Da kann man sich auch schon mal einbilden, die Lichter seien gewalttätig… Nun gut, kommen wir zur Musik, die mit dem Opener „In“ durchaus interessant startet. Fronter Tommi punktet mit einer ausdrucksstarken Stimme, ansonsten bleibt der Sound zunächst einmal in diffuser Synthie-Unnahbarkeit, ehe „Frail Flags In Wild“ Tempo und Druck aufnimmt. Mit poppiger Elektronik wartet derweil „No Harbour For Hope“ auf, während sich „Lost“ langsam aber sicher zum E-Rocker entwickelt. In diesem Sinne schließt sich auch „In Silence“ an, das mit Stille definitiv nichts zu tun hat. Mit „Shame“ geht’s schließlich auf den Dancefloor, bevor „You Will Die Alone“ zu nordischer Schwermut erster Güte ausholt. „By The Water“ bleibt in sehr ruhigen Gefilden und schmachtet ein wenig Richtung Mainstream, um mit „Mirror of Your Grace“ wieder ins Dark-Wave-Fach zurückzufinden. Mit dem bittersüßen Titeltrack „The Lights Are Violent Here“ bringt die Truppe erneut etwas Schwung ins Geschehen, während der Abschied dank „Out“ mit geheimnisvollen Pianoklängen verbunden wird.

„The Lights Are Violent Here“ bringt genügend finnische Melancholie mit, um den Sound auch bei strahlendem Sonnenschein den gewünschten Schatteneffekt zu verleihen. Der Mix aus Elektronik und Gitarren passt, beim Songwriting könnte es hier und da noch ein bisschen runder laufen, aber als Einstand haben RAIN DIARY hier zweifellos einen Silberling abgeliefert, mit dem die Dunkel-Wave-Rock-Fraktion warm werden kann.

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