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RAVENRYDE - In the Spirit of Darkness

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Artist RAVENRYDE
Title In the Spirit of Darkness
Homepage RAVENRYDE
Label 8TON MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (7 Bewertungen)

Schönes Cover – schöner Bandname, klingt irgendwie nach Viking Metal – ist es aber nicht. Leider! Vielmehr ist es urtypischer Hard Rock, den die deutsche Band RAVENRYDE sich aufs Banner geschrieben hat. Dabei bedient man sich frank und frei im gesamten Spektrum des gewählten Subgenres und lässt dabei kaum ein Klischee aus. Das kann man nun als „true“ bezeichnen, oder auch als irgendwie kitschig. Treffen tut es wohl eine Mischung aus beidem. RAVENRYDE orientieren sich klar am Hard Rock der 80er Jahre, wären dabei gerne so rockig wie GRIM REAPER, cool wie SAXON, pompös wie QUEENSRYCHE, dramatisch wie BLACK SABBATH und so theatralisch wie DIO. Das Problem ist, dass sie sich bei eben dem Versuch all diesen übergroßen Vorbildern nachzueifern, ein wenig übernehmen und das ganze zu überzogen wirkt.

Klar, schlechte Musiker sind die deutschen Hard Rocker definitiv nicht und ihre Hausaufgaben haben sie gemacht, aber während des Hörens von „In The Spirit Of Darkness“ wurde ich das Gefühl nicht los, das alles schon mal gehört zu haben, nur authentischer, nicht so verkrampft. Man hat das Gefühl, hier zwar guten Musikern zu lauschend, aber das Songwriting wirkt zu berechnend und zu emotionslos. RAVENRYDEs Musik fehlt etwas, was gute Musik leben lässt, nämlich die Seele. Zudem muss ich eingestehen, dass sie es nicht schafften, meine Aufmerksamkeit nach dem dritten Song noch wirklich 100prozentig begeistert auf sich ziehen zu können, da „In The Spirit Of Darkness“ mit zunehmender Spieldauer durch seine Seelenlosigkeit beginnt zu langweilen. Die Songs klingen zunehmend ausgelutscht und selbst eine Up-Tempo-Nummer wie „Ryde With The pack“, die sicherlich als Hymne gedacht war und stilistisch an „Stand Up And Shout“ vom ollen Ronnie James erinnert, entlockt nur noch ein müdes Lächeln. Irgendwie haben RAVENRYDE das Problem, welches auch Sangesgott Ripper Owens mit ihnen teilt: technisch sehr gut – aber kalt, maschinell, seelen- und identitätslos – ohne Feeling. Da nützt auch das vereinzelte Aufblitzen eigener Ideen nichts, wie die orientalisch anmutende Gitarrenmelodie im Song „Eyes In The Sky“, wenn man sie gleich darauf wieder mit einem Songaufbau von der Stange der strikt nach Schema F konstruiert wurde zerstört…

Nee, nee, das war wohl nichts, Leute, aber ein schönes Cover habt Ihr… Fad!

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