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RAZOR OF OCCAM - Homage to Martyrs

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Artist RAZOR OF OCCAM
Title Homage to Martyrs
Homepage RAZOR OF OCCAM
Label METAL BLADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Extrem Metaller aufgepasst! Ein echtes Highlight kredenzen die Aussies RAZOR OF OCCAM in diesen Tagen mit ihrem Drittling „Homage to Martyrs“. Schon vom Opener „Altar of Corruption“ wird man etwas überrumpelt, so wird man in diesen Song hinein geschleudert, der beginnt, als hätte die CD einen Sprung und würde mittendrin beginnen. Stilistisch ein abgrundtief fieser Mid-Tempo Black Metal Song, der dann aber mit einem wunderbaren Gitarrensolo auftrumpft und zudem einen zähnefletschenden Chorus aufweist und mit einem weiteren tollen Solo abschließt. Starker Song und auch starker Tobak! Dem setzen die Jungs mit dem folgenden „Bite of Dogmata“ gar noch einen drauf. Eine perfekte Mischung aus Raserei und Eingängigkeit, so wie es nur MARDUK in leider viel zu seltenen Momenten vormachen. Ebenfalls exzellent dann „Day of Wrath“, wenn auch phasenweise identisch mit dem Vorgänger. Auch dieses Stück glänzt mit tollen Gitarrenlinien, die sich im Verlaufe des Albums als ein echtes und höchst markantes Trademark der Band heraus kristallisieren.

„Heat of Battle“ zeigt sich zunächst als ein fieser Vertreter der in Death Metal Kreisen beliebten Schlürfer Klasse, ist jedoch auch ein Song, der in den anschließenden Blasts etwas an Kontur verliert. Auch wenn Matt und Ian erneut vieles aus ihren Gitarren zaubern der so long schwächste Song. Der von der Struktur her unkonventionellste Titel eröffnet die zweite Hälfte des Scheibchens: „Immortal Code“ ist quasi ein Instrumental mit eingebautem Kreischgesangsteil. Das Stück beginnt in den ersten 90 Sekunden als Black Metal Instrumental, dann folgen 45 Sekunden mit Grunzkreischgesang und danach etwas über eine Minute eine weitere Instrumentalabfahrt, in der die Band insbesondere dem klassischen SLAYER Riffing mehrfach huldigt. Wie schon gesagt ein recht ungewöhnliches Stück, das mit seinen SLAYER Verweisen aber auch den Weg für die zweite Hälfte der „Homage to Martyrs“ ebnet. Die Band präsentiert sich im Verlaufe von Part 2 komplexer und mit deutlichen Referenzen bei technischen Thrash Bands der Spätachtziger. Mit dem Anfang von „Flame Bearers“ gibt es zusätzlich noch eine wunderbare Grußnote in Richtung „Kill’ em All“, übersetzt in rohesten Früh Black Metal, quasi als könnten VENOM spielen. Somit bleibt nur noch ein Wunsch offen: ein vernünftiger Rausschmeißer, an den man sich lange erinnert! „Shadows of the Cross“ soll diese Aufgabe erfüllen. Die Band kehrt zurück zu den Black Metal Blasts, die das Album zu Beginn stark gemacht haben, bauen die SLAYER Gitarren jetzt jedoch kombinierend ein und erinnern nochmals deutlich und herzerwärmend (ja bitte schön: die bitterschwarze Seele zutiefst anfröstelnd) an NAGLFAR, die im RAZOR Camp sicherlich nicht nur einen glühenden Anhänger haben dürften. Solos und Leads werden nochmals großzügig ausgeschenkt, zudem gibt es einen (bei dem Titel überraschenderweise) hasserfüllt klingenden Chorus. Operation guter Abschluss gelungen? Definitiv ja!

Gibt es am Ende der Betrachtung auch Grund zur Klage? Nur geringfügig. So könnten Kleinkrämer sich an der geringen Spielzeit stören, die auch nach mehrmaligem Durchrechnen um 2 Sekunden an der 34 Minuten Marke scheitert. Dies soll mich jedoch nicht groß stören, auch ein „Reign in Blood“ war ja dazumal schnell wieder beendet. Lediglich eine Sache bleibt offen: Der Sound ist zwar schön grottig, wird jedoch dem technischen Raffinement dieser hochklassigen Band nicht gerecht. Zumindest ich würde mir diese Band mit einem klaren Hammer Sound der Szeneleader wünschen, dann traue ich den Jungs auch einen veritablen Szeneklassiker zu! So bleibt es für mich bei einem sehr guten Album und einer dringenden Kaufempfehlung an die Freunde der genannten Bands, die mit RAZOR OF OCCAM viel Freude haben werden.

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