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RE:AKTOR - Zero Order

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Artist RE:AKTOR
Title Zero Order
Homepage RE:AKTOR
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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Vor uns haben wir eine ziemlich merkwürdige Veröffentlichung. 5 Portugiesen mit pseudo-hippen Künstlernamen wie „Ca2“ oder „D-Void“ (THE KOVENANT lassen grüßen) wollen also den eingefahrenen europäischen Metal revolutionieren, ein hehres Ziel. Dabei gibt es weder biographische Informationen, noch eine Homepage, noch sonst irgendetwas, was auf den Hintergrund der beteiligten Musiker schließen lässt. Aber sie nehmen mal so eben eine CD auf, lassen sie im Sterling Sound Studio (MARILYN MANSION, NICKELBACK) mastern und bekommen auf Anhieb einen Vertrag bei Nuclear Blast. Ob da nicht in Wirklichkeit bekannte Musiker hinter dem Projekt stecken, die es mal so nebenbei ganz modern krachen lassen wollen? Zweifel kommen bei mir jedenfalls auf…

Der Pressetext berichtet, dass es sich hier um einen ganz neuartigen Sound handelt, den man nicht mit vorhandenen Stilarten beschreiben kann. Und wieder ein beherztes „Na ja“ von mir, denn sämtliche Parts auf dieser Scheibe hat man schon woanders gehört. Ob es nun das klinisch kalte Fear Factory Riffing ist („Datascape Assembler“), der teilweise stark an COAL CHAMBER erinnernde Gesang (z.B. in den Strophen von „My own Fear“, wohingegen der Refrain nach SILBER riecht!) oder die Elektronikanteile, die nur als schmückendes Beiwerk eingesetzt werden. Hier wurde auf Teufel komm raus alles zusammengebastelt, was momentan angesagt ist, mit technischem Know How, aber ein wenig seelenlos, genau wie die Band selbst. Einzelne Parts gehen gut ins Ohr, bieten Aggressivität neben Melodik auf, stehen aber auch ein wenig singulär nebeneinander.

Nach dem Genuss der Scheibe fühle ich mich wie nach einem Besuch bei McD, ich bin zwar satt, aber nicht wirklich zufrieden und will erst mal wieder eine Weile richtiges Essen. Warten wir mal ab, wie sich RE:AKTOR weiterentwickelt und ob es sie in absehbarer Zukunft noch gibt, dann fälle ich ein abschließendes Urteil. DIE Sensation ist die Scheibe sicher nicht, aber auch kein Müll, irgendwie fällt mir nichts passenderes als der Begriff „ambivalent“ ein.

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