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REFLEXION - Dead to the Past, Blind for Tomorrow

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Artist REFLEXION
Title Dead to the Past, Blind for Tomorrow
Homepage REFLEXION
Label OUT OF LINE/ MACH XX
Leserbewertung
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8.0/10 (6 Bewertungen)

Finnen beim Ouf Of Line Sublabel Mach XX, die irgendwas zwischen Metal, Pop und Gothic fabrizieren – sagt der Promozettel. Ich habe eine bestimmte Vermutung, die relativ schnell in Gewissheit umschlägt. Hätte ich damals beim Vorgänger „Out of the Dark“ aus dem Jahre 2006 aufgepasst, wäre von vorneherein alles klar gewesen. Oder aber beim Blick auf den Produzenten: Aksu Hanttu von ENTWINE hat den an 3 Orten aufgenommenen Songs den letzten Schliff gegeben. REFLEXIONs Wurzeln lassen sich bis ins Jahr 1996 zurück verfolgen, dennoch legt man 12 Jahre später erst den 2ten Longplayer vor, auch ein wenig zu spät, um den Genre Hype mitzunehmen. Wird dem Fünfer um den Sangesbarden Juha Kylmänen (auch bei der „Projektband“ FOR MY PAIN… aktiv) möglicherweise egal sein, der sich gerne auf WHITESNAKE und ähnlich klassische Hard Rocker bezieht.

Juhas Timbre erinnerte mich bereits 2003 bei FMPs „Fallen“ an den Vorturner von CHARON und da war zumindest noch der Instrumentalsound anderweitig einzuordnen. REFLEXION hingegen schlagen genau in dieselbe Kerbe: Glam Goth meets Hard Rock mit leichten Metal Anteilen, das ergibt mal wehmütige mal (öfter) eher treibende Kompositionen, die wunderbar ins Ohr gehen. Dort allerdings auch keine Bäume ausreißen, denn Innovation schreiben diese Nordländer mit ganz kleinen Buchstaben. Dafür wissen die Herren mit ihren Instrumenten umzugehen und die Klientel zu bedienen, die vermutlich nicht ganz so alt und nicht ganz so männlich ausfällt. Der Refrain der Single „Twilight Child“ klingt extrem nach HIM, dafür lehnt man sich dann bei „Dancing in the Air“ eher an besagte CHARON an, dazu gibt es als Beilage sogar ein paar softe Growls. Wenn REFLEXION ein wenig mehr uptempo spielen wie bei „The Thousand Nails in my Heart“ (innovativer Titel auch), wird die Sache richtig launig und auch sonst kann man der Platte ordentlich Kurzweil nicht absprechen.

Eine absolut typische Scheibe aus Finnland, kompetent und motiviert vorgetragen, mit einem guten Herrn am Mikro, der die Balance zwischen Schmachten und Shouten ordentlich hält. Aber nichts, was die Musik Industrie in irgendeiner Art und Weise revolutionieren würde. Für Sparten-Fans!

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