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RESTRICTED AREA - Core Excess

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Artist RESTRICTED AREA
Title Core Excess
Homepage RESTRICTED AREA
Label A DIFFERENT DRUM
Leserbewertung
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4.7/10 (3 Bewertungen)

Heute präsentiere ich mal etwas aus der Sparte „in den Arsch gekniffen“, denn ich habe die Promo von RESTRICTED AREA erhalten, die plötzlich nach 7 Jahren ein Doppelalbum (in der Limited Edition) veröffentlichen, aber im Paket war leider nur eine Scheibe enthalten, das ist schon bitter das Rezensenten-Leben. Noch viel „schlimmer“ ist die Tatsache, dass ich hier eine der besten EBM-Veröffentlichungen der letzten 10 Jahre in Händen halte, aber dazu später mehr! Ich war also nun völlig wuschig, und konnte mir auf ein paar Umwegen via MySpace den fehlenden Teil (die sogenannte Underdog-EP) anhören, der angeblich eher in Richtung Synthpop gehen soll. Im Grunde genommen stimmt das auch, jedoch auch auf eher „härtere“ Art, ähnlich wie ehedem bei SYNTEC. Der Übergang zum EBM ist fließend und vielleicht macht genau das den unbeschreiblichen Charme aus.

Nun wollen wir uns aber nicht zu sehr auf theoretische Diskussionen versteifen, bleiben wir beim Wesentlichen – die Songs sind verdammt gut, Peter EMs musikalisches Talent zeigt sich durch elektronische Raffinesse und ein Gespür für (so will ich es mal nennen) melancholische Härte. Jeder Song klingt irgendwie anders und wird durch eine etwas zurückhaltende Art in Sachen Komposition gut zur Geltung gebracht. Bei der eigentlichen „Core“-CD werden keine Kompromisse mehr gemacht, EBM pur und minimal, mit Bass und „Geschrei“ als Schwerpunkt, besser geht es nicht, schön „Oldschool“ wie man so sagt. Diese weiteren 10 Tracks gehören für mich zu den besten EBM-Klamotten der letzten 10 Jahre, da können höchstens noch NITZER EBB, SPARK, SPETSNAZ und DIGITAL FACTOR mithalten, aber das war es dann auch schon. Der Aufbau der Songs und deren Raffinesse ist zu loben, nur noch die Wenigsten können in diesem Bereich gute Sounds rausholen, besonders „Bulldozer“, „Steelbath“ und „Weapon“ können locker in jeder Disko mithalten. Persönlich war ich auch von „Varm Sommar“ sehr angetan, bestens gelungen das „lustvolle Gegrunze“ einer Frau, auf Schwedisch hört sich das alles nochmal viel interessanter an, auch wenn sie vielleicht nur eine Speisekarte vorliest.

Kommen wir zum Fazit… einfach der Hammer! Es könnte auch daran liegen, dass man von der CD überrumpelt wurde, damit rechnet man heutzutage nicht mehr, normale EBM-Scheiben sind heutzutage meist von bescheidener Qualität. Aus diesem Grund schon jetzt eine Highlight-Empfehlung für das Jahr 2011, wenn man der Musikrichtung generell nicht abgeneigt ist. Das Genre besetzt nur eine kleine Nische, aber das wird hier in absoluter Perfektion zelebriert!

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