Band Filter

RHAPSODY OF FIRE - The Frozen Tears of Angels

VN:F [1.9.22_1171]
Artist RHAPSODY OF FIRE
Title The Frozen Tears of Angels
Homepage RHAPSODY OF FIRE
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

Die Symphonic-Bombast-Kitsch-Fantasy-Power-Speed-Metaller aus Italien bieten der Anhängerschaft genau das, was sie erwartet… und alle Gegner befürchtet haben. Nach einem Spoken Words (Sir Christopher Lee again) Bombast-Introsong, welcher direkt in den Midtempo-Opener „Sea of Fate“ übergeht, startet man dann gewohnt speedig durch mit „Crystal Moonlight“. Die operesken Parts hängen wie gehabt viel zu weit und laut im Vordergrund und Klampfer Luca Turilli hält sich nach wie vor für die größte Erfindung seit Malmsteen. Das hat natürlich alles handwerkliche Extraklasse und ist von Sascha Paeth perfekt in Szene gesetzt, da gibt’s nichts zu bekritteln.

Soweit, so gut. Bis auf eine etwas düsterere Atmosphäre aber nix Neues. Dann hauen die Herren allerdings mit dem thrashenden Speedhammer „Reign of Terror“ ihren bisher nicht nur härtesten, sondern auch mit Abstand besten Song ever raus! Neben fetten Chören und NIGHTWISH/ EPICA-Bombast wird hier mächtigst Gas gegeben, die Klampfen rauchen, und gesanglich setzt man dieses Epos gar mit Black/ Death Metal-Elementen in Szene! Was neben der klaren Hauptstimme besonders krass kommt und auch wegen der Instrumentierung teilweise an Bands wie FINNTROLL/ ENSIFERUM denken lässt. Da bin sogar ich mal positivst überrascht! Besser kann man das in dem Genre nicht darbieten. Danach folgt mit dem Lagerfeuer-Akustiker „Danza Di Fuoco E Ghiaccio“ ein Mittelalter/ Klassik-Song, der den zuvor geplätteten Hörer erstmal wieder beruhigt. „Raging Starfire“ bietet wieder gewohnt schnellen Stoff, „Lost in Cold Dreams“ ist eine recht unkitschige Ballade, bei der man für den Endspurt Luft holen kann. Der fällt nämlich extrem schnell aus mit dem teils ultrafixen „On the Way to Ainor“ und dem überlangen Titeltrack, dem man einfach eine außergewöhnliche Kompositorische Klasse bescheinigen muss… „Herr der Ringe“ in Metal sozusagen. Allein das spoken-Intro des Songs versetzt einen schon nach Mordor, bevor es Auenland-fröhlich weiter geht, Breitwandbombastklassik inklusive. Hartes Riffing erweckt einen aus den Träumen, wird von schönem Akustikgeklampfe begleitet und steigert sich in einen grandiosen Epic-Track, wie man ihn im Power Metal-Bereich derzeit nicht besser zocken kann!

Ich muss gestehen, schon fast zum Fan von RHAPSODY OF FIRE zu mutieren mit diesem wirklich starken Werk! Wenn die irgendwann noch mal ihren Klassikbombast nicht ganz so extrem weit in den Vordergrund rücken und den Kitsch-Faktor minimieren, dann könnte man von Klassiker sprechen… so nerven einige Passagen doch noch und trüben das Hörvergnügen ein wenig. Die Limited Edition enthält noch zwei Bonustracks, die mir aber nicht vorliegen – damit schiebt sich das Album dann deutlich über 60 Minuten. Für Bombast-Metaller eine Pflichtveranstaltung!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

RHAPSODY OF FIRE - Weitere Rezensionen

Mehr zu RHAPSODY OF FIRE