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RHONDA - Raw Love

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Artist RHONDA
Title Raw Love
Homepage RHONDA
Label PIAS
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Im März 2012 haben Milo Milone (Gesang & Gitarre), Ben Shadow (Gitarre), Jan Fabricius (Bass & Backing Vocals), Offer Stock (Tasten & Gitarre) und der Drummer Gunnar Riedel die Band RHONDA aus der Taufe gehoben. Die blonde Lady und ihre Anzug tragenden männlichen Mitstreiter haben seitdem einen Mix aus Soul, Punk und Bossa Nova auf dem Zettel, der jetzt erstmals vermittels einer Langrille konserviert wurde.

Sie trägt den Namen „Raw Love“ und präsentiert elf energiegeladene Songs. Los geht’s mit dem einschmeichelnden „Terrible Love“, das mit viel Groove in den Sixties entführt, bevor die Singleauskopplung „Camera“ mit coolen Melodien und viel Motown-Schmiss ums Eck kommt. Für „Sound of Soda“ hat der Fünfer den Riemen auf die Beat-Orgel geworfen, während „Take It Back“ mit jeder Menge Soul-Schmelz ins Ohr kriecht. „My Thing“ beginnt derweil mit reduzierter Instrumentierung, um dann erneut die Gitarren ins Boot zu holen. Mit dem chilligen „Bruno“ wird der Sound um dezente Ska-Melodien und Bläsersätze ergänzt, ehe „Here We Go Again“ zum beschwingten Gute-Laune-Rundumschlag ausholt und „That’s How I Roll“ als smoothe Ballade grüßt. Rhythmusbetont schließt sich „Come With Me“ an und auch „Here Lies“ zeigt sich lebhaft, um am Ende dank „I Need No Help“ nachdenklichere Töne anzuschlagen.

Hört man den Gesang von Milo Milone fallen einem unweigerlich Namen wie AMY WINEHOUSE, DUFFY oder ADELE ein. Diese Damen haben dem Soul zweifellos zu neuen Ehren verholfen und Milo muss sich mit ihrem Organ wahrlich nicht verstecken. Übrigens war die Sängerin zuvor mit Offer und Gunnar bei den Garagen-Rockern TRASHMONKEYS aktiv – damals allerdings noch ausschließlich am Stahlsaiter. PAUL WELLER war von der RHONDA-Mucke derart begeistert, dass er die Hamburger eigenhändig eingeladen hat, seine Deutschland-Tour zu supporten und auch die Flensburger Punkkapelle TURBOSTAAT war mit dem Soul-Quintett bereits unterwegs. Die Live-Qualitäten kann ich nicht beurteilen, Songwriting und Handwerk passen auf jeden Fall und so macht „Raw Love“ vom Plattenteller schon mal uneingeschränkt Spaß.

 

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