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RICH AUCOIN - We’re All Dying To Live

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Artist RICH AUCOIN
Title We’re All Dying To Live
Homepage RICH AUCOIN
Label PLATINUM
Leserbewertung
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3.3/10 (4 Bewertungen)

An der Entstehung von „We’re All Dying To Live” sollen ja über 500 Musiker, Freunde und Fans aus ganz Kanada beteiligt gewesen sein. Während RICH AUCOIN bei einem Marathon mitmachte, um Geld für einen guten Zweck zu sammeln, hat er nämlich so ziemlich jeden, der ihm begegnete, eingeladen, bei seinem neuen Projekt mitzumachen. So hört man auf dem 22 (manchmal sehr kurze) Songs umfassenden Longplayer nicht nur den Master himself, sondern u.a. auch verschiedene Chöre und die besten Musiker Kanadas.

Wer meint, bisher nicht von dem Indie-Rock-Prediger aus Halifax Notiz genommen zu haben, irrt möglicherweise, denn der REWE/DFB-Werbespot, den es anlässlich der EM zu sehen gab, bediente sich eines treibenden Songs aus der Feder des Kanadiers. „If“ ist natürlich auch auf dem Silberling vertreten und nur ein Beispiel für die Vielschichtigkeit der einzelnen Tracks, die wie der instrumentale Opener „The Morning Becomes Electric Overture“ und das nahtlos folgende „All You Cannot Live Without“ auch schon einmal als groß angelegte Epen mit entsprechender musikalischer Staffage daherkommen. Im Fall des elektroinfizierten „Brian Wilson Is Alive“ darf auch ein Kinderchor nicht fehlen, bevor im direkten Anschluss mit „We All Slaves To The Two-Four“ dezente Klavierakkorde ein minimales Intermezzo bereiten, welches schließlich im schwungvollen „The Little Creatures Know“ mündet. Derweil setzt „Watching Ice Station Zebra For The 151st Time“ beispielsweise auf stampfende Rhythmen und „P.U.S.H.“ auf Vocals aus dem Verzerrer. „Watching, Wishing, Waiting“ schickt den Hörer mit äußerst tanzbaren Melodien zurück auf die Schulbank, bevor mit viel Blech bei „Undead Pt.1 – Estrangement“ zum flotten Duett mit Rebekah Higgs geblasen wird. Das Ganze gipfelt im Pt. 2 „Reconciliation“, bei dem eine Trompete das Sagen übernimmt. Zum Ende hin überwiegen schließlich die leisen Töne, die „Watching Herzog And Listening To The Idiot“ einläuten, ehe „Dying To Live“ als getragene Piano-Ballade daherkommt und den besagten 500 Beteiligten quasi als Hidden Track mit „500 People Talking“ gedankt wird.

„We’re All Dying To Live“ ist schon einigermaßen speziell und nicht wirklich homogen in seiner musikalischen Ausrichtung. Irgendwie passt dann aber doch alles zusammen und ergibt ein stimmiges Ganzes. In diesem Sinne viel Spaß bei der eigenen Erkundung des umfassenden Soundkosmos des Herrn RICH AUCOIN!

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