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RICKY WARWICK - Belfast Confetti

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Artist RICKY WARWICK
Title Belfast Confetti
Homepage RICKY WARWICK
Label DR2 RECORDS
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Eher zufällig bin ich mit der Solokarriere von RICKY WARWICK in Berührung gekommen, als dieser nämlich vor etwa einem Jahr im Vorprogramm von KEITH CAPUTO unterwegs war. Da mir sein Auftritt durchweg positiv in Erinnerung geblieben ist, durfte ich gespannt sein, was der frühere THE ALMIGHTY Frontmann auf seinem dritten Soloalbum zu bieten hat, das „Belfast Confetti“ getauft worden ist und wie seine Vorgänger überwiegend akustisch geprägt aus dem Leben des gebürtigen Nord-Iren erzählt.

Los geht es allerdings zunächst mit dem rockigen Eröffnungsstück „Can´t wait for tomorrow“ und noch kompletter – elektrischer – Band-Instrumentierung. Ein stimmig eingebautes, kleines Gospel-Intermezzo und Mundharmonika Einsatz geben aber ersten Aufschluss auf eine inzwischen von reiner Rockmusik wohl etwas abgerückte Leidenschaft des Hauptakteurs. Die Single „The arms of Belfast“ (von der es auf Selbiger indes ebenfalls eine Rockversion gibt) knüpft unter anderem mit Banjo und vermutlich Dudelsack an traditionelle Klänge an und präsentiert sich ganz gemäß Rickys Wurzeln als britischer Schenkelklopfer mit Lokal- bzw. Countryflair. Erst dann nimmt das Werk mit „Throwin´ dirt“ die erwartete ruhigere Wendung hin zu klassischerer Singer-/Songwriter Mucke. Das akustische Geflecht aus Gitarre und punktuellen Klavieranschlägen (die einen melancholischen Unterton verbreiten) erinnert an die American Recordings von JOHNNY CASH, recht minimalistisch, aber effektiv. Die traurige Mundharmonika im Mittelpart spinnt dabei den folkigen Faden weiter. Im Anschluss an das nachdenkliche, aber nicht hoffnungslose „Thousands are leaving“ und den stürmischen „Hanks Blues“ folgt mit dem einnehmenden Titelstück ein weiteres Highlight. Ähnlich wie bei „Throwin´ dirt“ regieren hier fast balladeske Töne. Durch das Klavier gewinnt die Komposition abermals an Tiefe und es kommt viel Atmosphäre auf. Auch „Angel of Guile“ setzt in Ergänzung zur Gitarre schwerpunktmäßig auf das Tasteninstrument, jedoch spiegelt eine Violine auch die irische Heimat des Sängers wieder. Zum Ende des Longplayers geht es dann hingegen wieder lebendiger zu Werke und es kommt in einigen Songs häufiger auch noch etwas BRUCE SPRINGSTEEN durch.

So gelingt RICKY WARWICK ein abwechslungsreiches und bodenständiges Album mit einigen charmanten Momenten und viel Herzblut, welches sich immer mal wieder für eine Runde im Player eignen dürfte.

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