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RIVAL SONS - Great Western Valkyrie

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Artist RIVAL SONS
Title Great Western Valkyrie
Label EARACHE
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Retro Rock… bei Musik dieser Art habe ich immer ein zwiespältiges Gefühl. Zum einen bin ich großer Anhänger der rockenden Fraktion der Siebziger Jahre, zum anderen muss nicht jede neue Band (ok, die RIVAL SONS spielen schon einige Tage zusammen) wie die alten Helden klingen. Wenn ich LED ZEPPELIN hören will, dann höre ich z.B. „Physical graffity“ und nicht eine Band, die genau so klingt.

Und um eines vorweg zu nehmen: Die RIVAL SONS lassen sich zum Glück nicht in so ein Schema pressen, sondern ziehen ihr eigenes Ding durch, befreit von Konventionen. Was ich meine, wird direkt bei „Electric man“ deutlich. Verzerrte Gitarren, harte Riffs, das analoge Flair der Siebziger gepaart mit Stoner-Einflüssen, vielen „Yeah“s und anderen Füllwörtern. Ich erwische mich direkt dabei, wie ich die Anlage lauter mache und anerkennend mit dem Kopf wippe. Irgendwie eingängig. Vor allem das schräge Solo an der E-Axt hat es mir dabei direkt angetan. Auch „Good luck“ kommt mit dem gleichen Mix aus Rock und guter Laune aus den Boxen gewabert. Ich meine sogar dezente Einflüsse der YARDBIRDS herauszuhören, wenn der Sänger etwas leiser wird. Und später wird das Flair der Siebziger noch deutlicher. Bei den Uuuuh‘s im Refrain von „Play the fool“ musste ich schon etwas grinsen. Für „Good things“ standen dann noch JANIS JOPLN Pate (man achte auf die jammernde Gitarre). Und auch die folgenden Stücke lassen den einen oder anderen Querverweis zu. Seien es die erwähnten YARDBIRDS (mit CLAPTON und PAGE) oder aber auch MOUNTAIN bis hin zu SPIRIT (ja, ich weiß, die waren etwas früher), THE DOORS oder auch THE WHO und die Rock-Götter LED ZEPPELIN (hört euch da mal „Open my eyes“ an). Und selbst der Sound ist herrlich oldschool. Sauber und klar produziert, aber dennoch mit analogem Charme.

Final sei aber dennoch erwähnt, dass hier nichts wirklich Neues zu hören ist. Aber das ist auch nicht der Sinn hinter dem Genre Retro Rock. Und dennoch muss ich hier klarstellen, dass ich an keiner Stelle der zehn Stücke das Gefühl eines Plagiats hatte. Vielmehr spielen die RIVAL SONS ihren eigenen Stil und mixen aus eigenen Ideen, verdammt viel Spielfreude und dezenten Einflüssen einen Cocktail, der einfach knallt – nur ohne den bösen Kater am nächsten Morgen!

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