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RIVERSIDE - Voices in my Head

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Artist RIVERSIDE
Title Voices in my Head
Homepage RIVERSIDE
Label INSIDEOUT
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Bei diesem Bandnamen muss ich immer an eine Nachmittags TV-Serie aus den Staaten der Marke „Dawson’s Creek“ oder an einen NICKELBACK-Abklatsch denken. Doch damit tut man den polnischen Depri-Rockern mehr als nur Unrecht. Konnte man mit dem 2005er Album „Second Life Syndrome“ endlich den verdienten Durchbruch verzeichnen, so bringt man nun als „Pausensnack“ noch mal diese EP heraus, welche es zuvor nur über die Band selbst bzw. bei ihre Konzerte zu erwerben gab. Und mit dieser Entscheidung hat man das absolut richtige gemacht, sollte doch wirklich jeder dieser Meisterwerke düsterer Rockkunst hören können.

Schon das eröffnende „Us“ zieht den Hörer sofort in seinen Bann. Sanfte, aber düstere Melodien der Akustik-Gitarre und der unverkennbare Gesang von Mariusz Duda, welcher allen Songs seinen Stempel aufdrückt. Ruhig geht es auch weiter. Bei „Acronym Love“ übernimmt allerdings das Piano die Melodie-Führung, und Mariusz Stimme kommt etwas heller und bestimmter daher. Wunderschön gelungen auch die hintergründigen Gitarren-Soli, die sich zwar bemerkbar machen, aber zu keiner Zeit aufdringlich wirken, selbst wenn der Gesang eben diesen Instrumenten auch mal alleine das Feld überlässt. Langsam aus dieser ruhigen und nachdenklichen Atmosphäre heraus wird man mit „Dann ts. Rednum or F. Raf“ geleitet. Proggig rollt dieser Song nach vorne… der Sound schwillt langsam an, der Bass wird direkter, die Vocals werden beschwörender, die Drums und Gitarren grooven einen regelrecht in eine Art Trance. Ganz großes Kino! Und in diesem stellen „The time I was daydreaming“ und „Stuck between“ mehr als nur die Abschluss-Songs, sondern weitere Highlights nachdenklicher Musik-Kunst dar. Und wieder zeigen vor allem Sänger Mariusz und Gitarrist Piotr was für großartige Musiker und Komponisten sie doch sind. Wer „Out of Myself“ (2004) sein Eigen nennt, wird sich diese Scheibe blind kaufen, doch auch sonst ist diese Platte ein Pflichtkauf für alle Fans düsterer, tiefgehender und anspruchsvoller Musik auf höchstem Niveau. Und die drei beigefügten Live-Tracks „I believe“, „Loose Heart“ und passenderweise „Out of myself““ zeigen, wie eindrucksvoll RIVERSIDE die Atmosphäre auch auf der Bühne rüber bringen können.

Und das auch nur wieder aufgrund ihrer Musik. Denn schaut man sich das Video zu „Acronym Love“ im Multimedia-Part an, so sehen die Polen doch recht unscheinbar aus. Aber RIVERSIDE überzeugen ganz einfach durch ihre tolle Musik und haben es nicht nötig, durch coole Outfits oder übertriebene Live-Arrangements abzulenken. Schön, dass es so was heutzutage noch gibt!

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