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ROBBEN FORD - A day in Nashville

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Artist ROBBEN FORD
Title A day in Nashville
Homepage ROBBEN FORD
Label MASCOT
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Wenn man reflektiert, wer ROBBEN FORD ist bzw. wo er bereits performt hat, dann kommt schon ein wenig Respekt auf. So tummeln sich in seiner Vita illustre Namen wie JIMMY WITHERSPOON, GEORGE HARRISON oder gar der legendäre MILES DAVIS. Und nun, für seinen „Tag in Nashville“, scharrte er mal eben den Drummer von STING (WES LITTLE) sowie AUDLEY FREED, der z.B. mit GOV’T MULE spielt, um sich um ein neues, und wie immer recht eigenes Werk zu erschaffen.

Jeder der FORD kennt, weiß, dass seine Musik nicht immer klassisch in bestimmte Schubladen passt. Und so ist es auch hier. Denn schon der Opener „Green grass, rainwater“ überrascht zum einen mit einer eingängigen Melodie und guten Gitarrenläufen, aber auch mit einer akzentuierten Darbietung an der Posaune. Alles in allem jedoch radiotauglich und harmlos. Das folgende „Midnight comes too soon“ kokettiert dann schon eher mit dem klassischen Blues. Vor allem die herrlich jammernde Gitarre des Fusion-Gitarristen überzeugt in diesem langsamen Stück. Und auch „Ain’t Drinkin‘ Beer No More“ weiß zu überzeugen. Irgendwie seltsam im Text und irgendwie cool in der Instrumentalisierung. Die Blechfraktion harmoniert wunderbar mit der dezenten Orgel und mixt „vorsichtig“ Jazz unter den lässigen Rocker. Und genau dieser Stil zieht sich durch das gesamte Album. Immer wieder treffen funkige und jazzige Parts auf Rock und radiokompatible Elemente. Vor allem die Bläsermomente lassen mich als Hörer immer wieder aufhorchen. Eigentlich bin ich kein Fan von Posaune und Co. aber hier harmoniert das Ganze einfach gut. Das mag vielleicht auch an der homogenen Produktion liegen. Aber ehrlich – bei einem Künstler, der so lange im Geschäft ist, wie der Herr FORD sollte man auch erwarten können, dass er weiß, worauf es ankommt.

Zum Schluss muss ich sagen, dass das Ganze irgendwie ungewöhnlich originell für ein Genre wie Blues wirkt. Die Mischung aus typischen Elementen, der Posaune und Orgel pusten doch etwas den Staub vom Blues. Klar, wer ein zweites „Tiger walk“ erwartet, wird auch hier enttäuscht sein. Aber mal ehrlich: DAS eine Über-Album kommt (wenn überhaupt) nur einmal im Leben. Von daher ist „A day in Nashville“ richtig gut.

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