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ROBBIE WILLIAMS - The Heavy Entertainment Show (Deluxe Version CD/ DVD)

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Artist ROBBIE WILLIAMS
Title The Heavy Entertainment Show (Deluxe Version CD/ DVD)
Homepage ROBBIE WILLIAMS
Label SONY
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Eines ist mal klar, ROBBIE WILLIAMS ist der Inbegriff eines smarten Entertainers und wenn er „The Heavy Entertainment Show“ verspricht, darf man auch davon ausgehen, dass nicht weniger als das auf dem Programm steht. Drei Jahre nach seinem zweiten Swing-Album „Swing Both Ways“ meldet sich der inzwischen 42-jährige mit fetten Rock-Pop-Sounds zurück und gleich mit dem eröffnenden Titeltrack macht der in Ehren ergraute Brite klar, wo der Frosch die Locken hat.

ROBBIE WILLIAMS, der seine musikalische Karriere mit 16 bei der Boyband TAKE THAT begann, lässt es hier mit Pauken und Trompeten krachen, ehe die erste Single-Auskopplung „Party Like A Russian“ im Stile russischer Oligarchen auf dicke Hose macht. Kombiniert werden die bombastischen Stechschritt-Klänge im Refrain mit Snippets aus dem Ballett „Romeo und Julia“ vom russischen Komponisten Sergej Prokofjew, während „Mixed Signals“ im Zusammenspiel mit Brandon Flowers (THE KILLERS) lupenreinen Pop serviert und die zweite, nachdenklichere und hymnische Single „Love My Life“ seinen beiden Kindern gewidmet ist. Mit ähnlichen Ohrwurmqualitäten schließt sich „Motherfucker“ an, bevor es mit dem druckvollen „Bruce Lee“ in Richtung Glam Rock geht und „Sensitive“ tanzbare Leichtigkeit hinterherschickt. „David’s Song“ ist eine leise Ballade, die mitsamt eines Himmels voller Streicher zu Herzen geht, wohingegen beim temperamentvollen, von ED SHEERAN beigesteuerten „Pretty Woman“ Blues und Black Music Pate gestanden haben. Beim tiefenentspannten „Hotel Crazy“ ist RUFUS WAINWRIGHT mit von der Partie und wenn die opulenten Melodien von „Sensational“ erklingen, weiß man, dass dieser Song im kommenden Jahr garantiert auch auf den Live-Setlists stehen wird.

Diejenigen, die sich für die Deluxe-Variante des Silberlings entschieden haben, werden zudem noch mit mit dem sanft perlenden „When You Kow“ belohnt. Außerdem gibt es noch das eingängige „When You Know“ auf die Ohren und für den gefühlt zweiten Einsatz des Schwarzmeer-Flotten-Chors konnte neben dem Crouch End Festival Chorus auch JOHN GRANT gewonnen werden. „Best Intentions“ übernimmt mit coolen Groove, um schließlich mit „Marry Me“ auf der Zielgeraden noch einen großartigen ROBBIE-WILLIAMS-Schmachter abzuliefern.

Ich möchte gar nicht wissen, bei wie vielen Heiratsanträgen „Marry Me“ zukünftig zum Einsatz kommt. Mit „Angels“ war Mr. Williams schon an der Spitze der englischen Beerdigungscharts, da ist er vielleicht ganz froh, wenn er auch bei etwas erfreulicheren Anlässen gespielt wird. Wobei: wer 70 Millionen Alben verkauft hat, zahllose Preise einheimsen konnte und im Guinness-Buch der Rekorde für 1,6 Millionen Eintrittskarten, die an einem einzigen Tag verkauft wurden, steht, macht sich darüber wahrscheinlich gar keinen Kopf mehr. Edelmetall ist ROBBIE WILLIAMS für „The Heavy Entertainment Show” sowieso erneut sicher. Nicht nur, weil er eine treue Fanbase hat, sondern schlicht, weil die elfte Studioplatte es ganz eindeutig verdient hat. Wer übrigens wissen möchte, was er sich bei den einzelnen Liedern gedacht hat, ist ebenfalls mit der Deluxe Version bestens bedient. Neben dem Video zu „Party Like A Russian“ und einem Blick hinter die Kulissen des Video-Drehs, erklärt Robbie hier nämlich, was es mit den einzelnen Tracks auf sich hat.

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