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ROBBING MILLIONS - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ROBBING MILLIONS
Title s/t
Homepage ROBBING MILLIONS
Label PIAS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Es war 2014, als Lucien Fraipont (der bislang als junger Impo-Jazzgitarren-Virtuose bekannt war) und Gaspard Ryelandt (welcher sich bis dato als Cartoonist durchs Leben kritzelt) ein paar Demos auf Bandcamp online stellten. Sie nennen sich AGES AND SUN und zeichnen sich durch luftige Lo-Fi-Synthies und psychedelische Rhythmen aus. Die finden blitzschnell ihren Weg aus Brüssels Problem-Bezirk Molenbeek in die belgische und französische Blogosphäre und es sollte nicht lange dauern, bis schließlich ROBBING MILLIONS gegründet war und erste Gigs auf großen europäischen Festivals wie dem Le Printemps De Bourges, Boomtown, Paléo Festival, Pukkelpop oder Eurosonic folgten. Ihre Live-Shows gelten als ganz eigenes Universum mit wilden und abgespacten Auftritten, fehlte nur noch eine passende Langrille, die inzwischen mit dem selbstbetitelten Debüt ebenfalls zu haben ist.

Es enthält zehn clevere und abenteuerliche Tracks, mit denen die Band tief in die Pop-Geschichte eintaucht. Da wird Wegbereitern wie CAN und ROBERT WYATT (SOFT MACHINE) zugezwinkert und die Liebe zur psychedelischen Pop-Brillanz der FLAMING LIPS ebenso geteilt wie die zum struppigen Faulenzer-Pop von PAVEMENT. Zu hören gibt es federleichten Dream-Pop, der auf die Namen „8 Is The Figure That I Like Most“ und „The Mountain“ hört, genauso wie versponnenen Euro-Style-Psych-Rock („WIAGW“, „What Makes Me Feel Old“, „You Fall From Your Chair“) und an ARIEL PINK erinnernde Lo-Fi-Nummern wie „In The Air“, „Dreams Like Photographs“ und „Inspector“.

Schrammelnde Gitarren besorgen den dazu nötigen Drive und lenken allzu ausufernde Synthiepassagen wieder in geordnete Bahnen, was die zehn Songs bei aller Verschrobenheit angenehm eingängig klingen lässt. ROBBING MILLIONS gehen ihren Weg: vom Hellhole Molenbeek geradewegs in den Indie-Pop-Himmel.

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