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ROBERT CARL BLANK - Last Time I Saw Dave

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Artist ROBERT CARL BLANK
Title Last Time I Saw Dave
Homepage ROBERT CARL BLANK
Label ANALOGHAUS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Bereits als Teenager begann der inzwischen 35-jährige ROBERT CARL BLANK mit einem Drumcomputer und einem alten Kassettenrecorder, eigene Playbacks zu erstellen. Doch dabei sollte es keineswegs bleiben. Stattdessen folgten unzählige musikalische Stationen im Leben des in der Nähe von Frankfurt/ Main geborenen Gitarristen und Sängers tschechischer Abstammung. Am meisten scheint ihn die Zeit in den USA geprägt zu haben, während der er als Gitarrist den Blues-Altmeister CARL WEATHERSBY sechs Wochen lang auf dessen Tour begleitet hat. Seit mehr als zehn Jahren ist Blank inzwischen mit seiner Gitarre auf der ganzen Welt unterwegs und macht eingängigen Rock-/ Pop-/ Folk.

„Last Time I Saw Dave“ ist mittlerweile auch bereits das zweite Soloalbum des Weltenbummlers, bei dem der warme, analoge Klang des Vorgängers „Soul Circus“ von 2008 beibehalten wurde. Auch gibt es weiterhin gefühlvollen Akustikrock auf die Ohren, der sich irgendwo zwischen DAMIAN RICE und RYAN ADAMS bewegt. Los geht’s mit einem Song über die kleinen Schwierigkeiten des Lebens und entsprechend soll das fröhlich-nachdenkliche „Times Likes These“ auch in einem Stau auf der A7 geschrieben worden sein. Der Titeltrack „Last Time I Saw Dave“ gefällt mit ruhigen Melodien und viel Tiefgang, dem das treibende „Whatever She Does“ mit flotten Beats folgt. „Words“ verlegt sich auf groovende Gitarrenriffs, die sich in dezenter Zurückhaltung üben, ehe „Calling Out For Someone“ eine gute Portion Drive ins Spiel bringt. Das wunderschöne Liebeslied „Pie In The Sky“ lässt sich mitsamt toller Kontrabass-Sounds jede Menge Zeit, bevor es mit „Eventually“ rhythmusbetont in die Vollen geht. „Jonathan“ und „Here Tonight“ präsentieren sich erneut tiefgründig-beschwingt, während „I’ll Lie To You“ schweres Kuschel-Geschütz auffährt. Bei „Memories“ werden die Erinnerungen an Kindheit und Jugend in eine irisch anmutende Ballade verpackt, musikalische Eindrücke, die auch beim finalen „Mr. Vertigo“ nicht zu kurz kommen.

Begleitet von seiner dreiköpfigen Band hat ROBERT CARL BLANK zwölf zeitlose Songs auf CD gebannt, die gekonnt zum Ausdruck bringen, was er am liebsten macht: Musik nämlich! Fernab von Casting Shows und geclontem Plastik-Pop beweist Blank, dass handgemachte Gitarrenmucke immer ihre Berechtigung haben wird und er ein absoluter Vollblutmusiker ist.

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