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ROBERT OWENS - Night-Time Stories

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Artist ROBERT OWENS
Title Night-Time Stories
Homepage ROBERT OWENS
Label COMPOST RECORDS
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Irgendwann hatten wohl wir alle mal die Phase, dass wir aufgeputscht von Energiegetränken oder anderem die Nacht verlängernden Zeugs zu elektronischer Musik unsere Körper ekstatisch bewegt haben. Die Phase war bei mir zu einer Zeit, als gerade „Rhythm is a Dancer“ von SNAP unheimlich angesagt war, ist also schon ne ganze Zeit lang her – aber so mancher kommt davon wohl nicht weg und verbringt seither seinen Urlaub vornehmlich auf Ibiza.

Dort ist ihm dann auch sicherlich schon mal ein Track von Robert Owens zu Gehör gekommen, einer DER Black-Stimmen in der House-Music. Owens war bereits Mitte der 80er mit FINGERS INC erfolgreich, anschließend mit TONY MORALES & Co unterwegs und immer wieder auf den verschiedensten Housetracks als Gesangsstimme wiederzufinden. Für die „Night-Time Stories“ hat er nun eine illustre Schar von House-DJs und Produzenten eingeladen, darunter IAN POOLEY, KID MASSIVE, CHARLES WEBSTER u.v.a., um dennoch ein leider ausdrucksloses Album aufzunehmen. Da wird man ungewollt an selige Café del Mar Zeiten erinnert, das Blut in den Schläfen pulsiert zum Takt der elektronischen Beats und über allem schwebt die helle Stimme von Mr. Owens. So außergewöhnlich wie mancherorts gepriesen sind seine Vocals zwar nicht, aber das schwingende dunkle Timbre in seinem an sich weichen Gesang kann durchaus faszinieren. Was auf die Produktion leider weniger zutrifft, durchgehend belanglos dahin pluckernde Hintergrundbeschallung für die physisch Zugrundegetanzten. Selbst der Tanzflächenexperte IAN POOLEY lockt mit den furztrocknen Beats von „I’m chained“ nicht mal mehr 16jährige Jungs mit Raverhose aus der Reserve. Ne ziemlich öde Stimmung also, welche CHARLES WEBSTERs Produktion „Never give up“ mit düsteren Fitzelelektros verstärkt, von „Back to you“ bestätigt wird und letztendlich mit „No Tomorrow“ endgültig als Fazit bleibt.

Trotz der elf verschiedenen Produzenten klingt das Album wie Teller-Spül-Abwaschmusik, das richtige für Nebenher, aber nichts, was wirklich im Ohr haften bleibt. Daran ändert auch die „göttliche“ Stimme von Robert Owens nichts. Es gibt bessere Dinge, mit denen man seine Zeit vergeuden kann…

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