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ROBYN - Body Talk Pt.1

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Artist ROBYN
Title Body Talk Pt.1
Homepage ROBYN
Label MINISTRY OF SOUND
Leserbewertung
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6.0/10 (3 Bewertungen)

Das Album “Robyn” vom gleichnamigen blonden Wirbelwind aus Schweden hatte aufgrund verschiedener Erscheinungsdaten quer über Europa eine jahrelange Lebensdauer. Mit Titeln wie „Be mine“ und „With every heartbeat“ tummelte sie sich zwischen 2005 und 2008 in diversen Charts, konnte in England sogar einen Nr. 1 Hit landen und war als Support von MADONNA unterwegs. Nun hat die Dame mit der charmanten Zahnlücke bis Ende des Jahres eine geballte Ladung neues Material angekündigt, portionsweise aufgeteilt auf 3 EPs.

Los geht es mit „Body Talk Pt.1“. 8 Titel, davon 6 aus dem Synthie-Pop-Reagenzglas und 2 organische Stücke. Der Einstieg erweist sich für meinen Geschmack als Fehlstart. „Body Talk Pt.1“ würde dort anfangen, wo „Robyn“ aufgehört hat, verkündet der Waschzettel – wie wahr. Beim ersten Hördurchgang war ich mir sicher, die Keys von „Don’t fucking tell me what to do“ bereits genauso auf dem Vorgänger gehört zu haben. Interessant sicherlich der selbstkritische Text („My drinking is killing me, my smoking is killing me…”), zum Tanzen aber zu monoton. „Fembot“ und „Cry when you get older“ fallen in die Kategorie „niedlich“, ersteres greift nach „Bionic Woman“ und „Robotboy“ von „Robyn“ erneut das Thema Roboter auf, das Frau Carlsson offensichtlich zu faszinieren scheint. Dem Titel der EP gerecht werden dann die Singles „Dancing on my own“ und „Dancehall Queen“. Inhaltlich sieht ROBYN “Dancing on my own” in der Nachfolge diverser Gay-Disco-Hymnen, Songs wie ULTRAVOXs “Dancing with tears in my eyes”, geht es doch auch hier um Liebeskummer, zeitgemäß mit Technobeats unterlegt. Die „Dancehall Queen“ gibt sich relaxed und schwingt die Hüften zu Reggae-Rhythmen. Mein Favorit indes ist „None of dem“ feat. RÖYKSOPP, sehr unterkühlt, gelangweilt und enttäuscht bittet sie „take me away from here“, die Beats dabei betörend und von subtiler Erotik. Die letzten beiden Stücke könnte man unter dem Begriff „Bonustracks“ laufen lassen: „Hang with me“ singt sie zu sanfter Pianobegleitung, den Abschluss macht das schwedische Volkslied „Jag vet en delig rosa“ mit Mellotronbegleitung, das bei mir gleich Assoziationen zum Soundtrack des Kinofilms „Wie im Himmel“ weckt.

Insgesamt ein gewöhnungsbedürftiger Output. Inspiriert vom Rap, Rave und Eurodance der 90er, offeriert ROBYN ihre ganz eigenen Interpretationen zwischen Alltagspop und genialer Non-Konformität, da möge sich jeder nach seinem Geschmack aus der musikalischen Wundertüte bedienen.

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