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ROONEY - Eureka

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Artist ROONEY
Title Eureka
Homepage ROONEY
Label UNIVERSAL
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Da hat „When Did Your Heart Go Missing“ also auch schon wieder drei Jahre auf dem Buckel. Mit der Singleauskopplung aus ihrem zweiten Album „Calling The World“ haben es die vier Jungs von ROONEY 2007 bis auf Platz 17 der deutschen Charts gebracht – ein Erfolg, der dem Longplayer zwar nicht beschieden war, aber die Amis haben sich von derlei Kleinigkeiten nicht entmutigen lassen und eifrig an ihrem dritten Streich gearbeitet, der jetzt auch die bundesdeutschen Plattenläden erreicht.

„Eureka“ ist komplett im Alleingang entstanden und markiert fast so etwas wie einen Befreiungsschlag für die smarten Kalifornier, die mit „Holdin’ On“ gut gelaunt loslegen und einen Hauch TOM PETTY im Sound mitschwingen lassen. Das aufgeräumte „I Can’t Get Enough“ frisst sich umgehend ins Hirn und lässt die Füße wippen, während „Only Friend“ und „Into The Blue“ einen psychedelischen Sixties-Touch ins Spiel bringen. Mit „All Or Nothing“ schließt sich ein weiterer poppiger Keyboard-Track an, ehe es dank „The Hunch“ retro-rockig zur Sache geht. Derweil lädt „I Don’t Wanna Lose You“ zu ausgelassenen Handclaps ein und erklingen zu „Stars And Stripes“ funkige Seventies-Melodien. ROONEY haben sich offensichtlich aufgemacht, eine musikalische Zeitreise durch die letzten fünf Dekaden zu machen, wobei „Go On“ als zeitlose swingende Pianonummer daherkommt und „Your What I’m Looking For“ am Wochenende die ideale Beschallung für das kleine Gelage in der Bar um die Ecke im amerikanischen Nirgendwo sein dürfte. Überhaupt ist „Eureka“ äußerst massenkompatibel ausgefallen. Robert Schwartzman (Sänger und Bassist) und seine Mannen wollten wohl nirgends anecken und haben deshalb auch ihre Songs ziemlich rund gelutscht. „Not In My House“ ist da schon einer der härteren Vertreter mit einer gewissen Glamrock-Attitüde, aber immer noch absolut radiotauglich und im Mainstream zuhause. Fröhliches Flöten und muntere Klavierakkorde zeichnen „Don’t Look At Me“ aus und auch mit „The Days Keep Going By“ bleiben ROONEY ihrem Spaß-Gedanken treu. Zu guter Letzt zaubert der Vierer noch eine Akustikversion ihres Hits „When Did Your Heart Go Missing“ aus dem Hut und wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, welche Band er denn da die ganze Zeit hörte, wird ein befreiendes „Ach die sind das!“ ausrufen.

„Eureka“ präsentiert ein gutes Dutzend solider Popsongs, die zwar zu unterhalten wissen, jedoch nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Nette Lala für nebenher, die geschickt musikalische Versatzstücke der letzten Jahrzehnte verbindet, aber gleichzeitig auch die markante eigene Handschrift vermissen lässt.

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