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ROOTWATER - Visionism

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Artist ROOTWATER
Title Visionism
Homepage ROOTWATER
Label MYSTIC PRODUCTION
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Aus Polen ist Meinereiner ja eher deftige Death Metal-Kost gewohnt, doch dass es auch anders geht, beweisen seit einigen Jahren ROOTWATER, die mir noch mit einer sehr eigenen Version von „Hava Nagila“ in Erinnerung sind. Mit „Venture“ beweisen die Osteuropäer dann auch gleich eindrucksvoll, warum sie in ihrem Heimatland alles andere als unbekannt sind. Mit einer fulminanten Mischung aus rockigen Einflüssen, Nu Metal und Modern Thrash können ROOTWATER auf ganzer Linie punkten! Es rockt einfach, wenn die Jungs wie SEPULTURA loswalzen, im NONPOINT-BalkanNuMetal-Style losgrooven und dann mit einem herrlichen Refrain in amerikanischer New Rock-Manier (EARSHOT usw.) aufwarten. Das rockt, das groovt, das packt und macht einfach tierisch Spaß!

Der große Vorteil bei ROOTWATER ist ohne Frage der hammermäßige Fronter! Fraglos machen auch die restlichen Jungs einen klasse Job und überzeugen durch massig Groove, eingängige Riffs, tolle Melodien und ordentlich Druck, aber Taff am Mikro ist wohl einer der vielseitigsten Sänger, die mir bislang untergekommen sind. Der Rasta-Mann rockt nicht nur mit energischer Shout-Stimme, sondern überzeugt auch noch mit top-melodischen, cleanen Refrains und groovendem Ragga-Style. Da kann die Konkurrenz angefangen von Draiman (DISTURBED) über Cristian Machado (ILL NINO) und Serj Tankian (SYSTEM OF A DOWN) bis hin zu Jonathan Davis (KORN) mal locker einpacken. Am ehesten alle Facetten einfangen kann der deswegen wohl auch als Video umgesetzte Club-Hit „Living an the Cage“, der mit Groove, Wucht und Eingängigkeit richtig ruled! „Closer“ wummert recht düster und kantig durchs Gebälk, „Frozenthal“ ist dagegen stark Balkan Folk-lastig ausgerichtet, während „Freedom“ in nur 48 Sek. brutal in Richtung SEPULTURA ballert und zusammen mit dem harten „the Ministry“ so einige Hörer mächtig in den Sessel drücken wird. „Timeless“ mischt KORN mit Balkan und „Steiner“ ist ein weiterer melodischer und heavy groovender Kandidat für die nächste Single! Als Bonus-Song haut dann „Haydamaka“ im Polka/ Humppa-Style noch mal alle Wünsche nach einer Rückkehr der oben genannten Bands (SOAD, ILL NINO u.a.) mit einem lockeren Groover weg.

Bei einem solch klasse Album, welches mit spielerischen Finessen, tollen Songs, sattem Sound und vor allem mächtig Spaß in den Backen eben diesen auch auf die Hörer überträgt, müssen ROOTWATER auch international einschlagen. Anders geht’s nicht!

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