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ROTERSAND - War on Error

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Artist ROTERSAND
Title War on Error
Homepage ROTERSAND
Label TRISOL
Leserbewertung
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5.5/10 (13 Bewertungen)

„The System has declared War on Error“ – Unvorhersehbares, Kreatives, Phantasievolles soll in den goldenen Käfig der Gleichschaltung gesperrt werden. Wir müssen uns dagegen auflehnen, wir müssen der Fehler im System sein. Mit dieser etwas an die Matrix-Trilogie angelegten Storyline beglücken uns die Elektroniker ROTERSAND auf ihrer neuen EP, gleichsam der Einstand beim Trisol-Label. Eine VÖ-Politik, die dort ja bestens etabliert ist, siehe zuletzt noch ROME. „War on Error“ ist der Vorbote des nächsten Langspielers „Random is Resistance“, eine Textzeile, die hier bereits aufgegriffen wird. 7 Stücke plus Hidden Track (etwas albern heutzutage) auf real 21 Minuten verteilt, darunter mit „Dirty“ ein exklusives Stück, der Rest immerhin in speziellen Mixen.

Der Opener/ Titeltrack ist ein gewohnt tanzbares Brett der Herren Rasc, Gun & Krischan, die hier wieder Future Pop mit Trance-Elementen kombinieren, zu unser aller Vorteil. Fett produziert zudem. Als zentraler Haltepunkt fungiert ein längeres Sprach Sample, welches die Message noch einmal auf den Punkt bringt. „Bastards Screaming“ gibt sich etwas zahmer und punktet vor allem mit einem einprägsamen Refrain. „We will kill them all“ ist trotz des martialischen Namens eine Pianoballade, eine durchaus typische Facette im Oeuvre ROTERSANDs. „Speak to me“ zieht dann wieder die Beatschraube an, der Zusatz „epic“ im Titel mag möglicherweise die VNV NATION-Anklänge erklären, man tourt ja auch demnächst mit den Herren. Zuguterletzt folgen noch 3 Bearbeitungen der beiden ersten Stücke, ob die Welt nun auf Shortcuts, Reprises und Hidden Sowiesos gewartet hat, sei mal dahingestellt. Noch eine Anmerkung am Rande: Wenn man die Ohren nicht richtig spitzt, könnte man auch „War on Arab“ verstehen, nur eine Freudsche Fehlleistung meinerseits oder eine bewusste Doppelbödigkeit?

Letztendlich bekommt der Fan eine schön verpackte, auf 2000 Stück limitierte EP an die Hand, die seine Neugier aufs beste befriedigen wird und qualitativ durchaus gefällt. Das gesamte Universum der erfolgreichen Elektroniker wird dabei abgedeckt, die an ihre bisherige Qualität nahtlos anknüpfen. Inwieweit diese Scheibe noch Sinn macht, wenn erstmal das „richtige“ Album auf dem Markt ist, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen – aber genau diese Unsicherheit soll ja zum Kauf verführen…

1 Kommentar

  1. Hausgebrauch sagt:

    ‚Wenn man die Ohren nicht richtig spitzt, könnte man auch “War on Arab” verstehen, nur eine Freudsche Fehlleistung meinerseits oder eine bewusste Doppelbödigkeit?‘

    Angesichts dieser Überlegung drängt sich am ehesten „Moron Era“ auf.

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