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ROTOR - 4

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Artist ROTOR
Title 4
Homepage ROTOR
Label ELEKTROHASCH SCHALLPLATTEN/ SONIC RENDEZVOUS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Groovende, schweißtriefende Bässe pulsieren über dicken Riffs. Stoner trifft auf Postrock, experimentierfreudiger Prog auf klampfenden Alternative. Das sind ROTOR. Seit mehr als zehn Jahren versorgen die Berliner die Szene mit ihrem Rock, was Ihnen bereits Supportgigs für MOTORPSYCHO, SMOKE BLOW oder auch ANATHEMA eingebracht hat.

Mit Ihrem schlicht „4“ betitelten, (natürlich) vierten Longplayer haben ROTOR neun Songs eingespielt, die Genrefans mit frischem Material versorgen und sicherlich auch ein paar neue interessierte Ohren finden werden. „Gnade dir Gott“ stampft in bester Westernmanier breitbeinig stonerrockend mit einer geballten Gitarrenfront durch den Saloon. Den Big Block zum Atmen bringt das passend betitelte „Karacho/ Heizer“. Strombefeuert heizen die Basssaiten den Gitarren ein und lassen es wilddynamisch krachen. Die Berliner zeigen, dass sie ihr Können weiter verfeinert haben, was auf „An3R4“ sogar Gesang featured. Ein Leckerbissen ist das detailreiche „Costa Verde“, welches sich unter jaulend aufheulenden Saiten direkt in den Gitarrenhimmel emporhebt, um dort in einer stromzerfahrenen Supernova zu verglühen. Der „Derwisch“ lässt erstmals so was wie Ideenreichtum fehlen und verlässt sich auf die geballte Gitarrenpower, welche auch beim „Drehmoment“ zur Verfügung steht. Unter Post-Rocklastigem abgehackten Riffs katapultiert sich der Titel ins Gehör und sorgt dort für die „Weisse Angst“. Schnarrend düster hängen die Saiten lange am Ton und erzeugen eine proglastige Atmosphäre, welche der Titel später mit echolastigem Sound kompensiert. Die abschließende „Neatz Brigade“ lässt heavy rockend noch einmal die Qualitäten der Berliner Rockband aufleben. Dichtkomprimierte Bass und Gitarrenwälle, welche jeden Amplifier vor Ehrfurcht erzittern lassen.

ROTOR bleiben ihrem Genre und Sound treu. Wozu auch neu erfinden, wenn Perfektes nur noch perfektioniert werden will.

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