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ROTTING CHRIST - Aealo

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ROTTING CHRIST
Title Aealo
Homepage ROTTING CHRIST
Label SEASON OF MIST
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Gleich beim eröffnenden Titeltrack fühlen sich Fans der griechischen Dark Metaller zu Hause, denn das Riffing und der Rhythmus klingen wie immer auf den letzten Alben. Das mag man stagnierend nennen, ich nenn es eher konsequent. Die Band hat sich eine ganz eigene Nische geschaffen, die sie jetzt soundmäßig nur noch marginal verfeinert. Diesmal wird das mittels klagender Frauengesänge und altertümlicher Instrumente erledigt, was sich gut in den Gesamtsound einfügt. Über 20 Jahre sind die Herren nun mittlerweile am Ball, anfangs noch wegen ihres stümperhaften quasi Black Metals belächelt.

Ein melodischer und dennoch düsterer und treibender Track wie „Demonon Vrosis“ wird Fans in Verzückung versetzen, alle anderen werden auch weiterhin nichts mit den Griechen anfangen können. Die Bombast-Elemente dürfen nicht fehlen, ebenso wenig der Kreischgesang von Bandkopf Sakis. Regelrecht fett groovt „Noctis Era“, der Songaufbau ähnelt natürlich dem der anderen Tracks. Das wird mir manchmal auch zu unspannend. Dann überrascht einen aber ein schneller Feger wie „Dub-Sag-Ta-Ke“, der mit schrägen Vocals und indianischem Flair geschmückt ist. Goil. Durch die Tröten kommt bisweilen auch leichtes Mittelalterflair auf. Das getragen-bombastisch-atmosphärische „…Pir Theontai“, welches von einem schicken Intro eingeleitet wird, ist vollauf gelungen und zeigt, welch musikalische Klasse in den Herren steckt. „Thou Art Lord“ ist dagegen etwas arg bei TYPE O NEGATIVE angelehnt, das Geknüppel „Santa Muerte“ erschallt zu uninspiriert. Und mit dem 9-minütigen Quasi-Outrosong „Orders from the Dead“, der durchweg beschwörend-indianisch daherrollt, übertreibt man es ein wenig.

Was aber nichts an der Klasse der Scheibe ändert. Fans greifen eh blind zu, Düster Metaller checken’s mal an!

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