| Artist | ROVAR |
| Title | Smoke |
| Homepage | ROVAR |
| Label | EIGENPRODUKTION |
| Leserbewertung |
Im beschaulichen Münsterland sind Luca Mewes (Gitarre & Gesang), Bennet Fuchs (Drums) und Paul Ulrich (Bass) zuhause. Nicht ganz so beschaulich ist die Musik, die sie gemeinsam als ROVAR machen. Auf dem Zettel hat der Dreier handgemachten Rock mit viel Drive und Ecken und Kanten. „Smoke“ ist das zweite Studioalbum; es wurde in Eigenregie gemeinsam in den eigenen vier Wänden auf Tape aufgenommen und fängt die rohe Energie der neun Songs hervorragend ein.
„Come Over“ startet mit knackigen Gitarrenriffs, auf die verspielte Grooves folgen, ehe „Afraid“ mit wuchtigen Kopfnicker-Sounds übernimmt. Der Titeltrack „Smoke“ gefällt mit facettenreichen Tonfolgen härterer Gangart, bevor sich „Walls“ mit eingängigen Rhythmen in den Gehörgängen festbeißt. „Summer Day“ changiert zwischen straightem Nachvornedrängen und zurückhaltenderen Passagen, ähnlich verhält es sich auch mit dem nachfolgenden „Voices“, das allerdings insgesamt direkter rüberkommt. „Who Am I“ fragt das Trio auch geradezu hypnotische Weise. Die Nummer mit Ohrwurm-Charakter ist ganz klar mein Favorit! Das atmosphärische „Ask Myself“ lässt es im Anschluss etwas ruhiger angehen, um schließlich mit „Leipzig“ ein fast schon tranceartiges Finale hinzulegen.
ROVAR haben sich mit Touren durch ganz Europa (u.a. mit WOLFMOTHER, MOTHER’S CAKE und THE BREW) bereits einen Namen in der Szene gemacht. Mit ihrer jüngsten Konservenkost „Smoke“ beweisen sie, dass sie ihre Energie auch im Studio zu kanalisieren wissen und haben im DIY-Verfahren eine Platte gemacht, auf der sie musikalische Vielfalt mit ihrem eigenen Stil zu organischem Rock mit Wiedererkennungswert verbinden. Übrigens ist erstmals auf zwei Stücken auch die Stimme von Drummer Bennet zu hören.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.