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ROYAL CANOE - Today We’re Believers

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Artist ROYAL CANOE
Title Today We’re Believers
Homepage ROYAL CANOE
Label NETTWERK
Leserbewertung
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4.0/10 (2 Bewertungen)

Im Mai haben die Kanadier von ROYAL CANOE uns bereits mit der EP „Extended Play“ beehrt, auf der es erste Tracks zu hören gab, die sich jetzt auch auf der Full Length „Today We’re Believers“ wiederfinden. ROYAL CANOE, das sind Matt Peters (Vocals, Keys, Akustikgitarre), Bucky Driedger (E-Gitarre, Vocals), Matt Schellenberg (Keyboard, Vocals), Brendan Berg (Bass, Keys, Vocals), Derek Allard (Schlagzeug) und Michael Jordan (Electronic Drums) aus Winnipeg/Manitoba. Auf dem Zettel hat der Sechser Indie-Pop mit allerlei Schnörkeln: Man stelle sich vor, die BEATLES, PETER GABRIEL, VAMPIRE WEEKEND, OUTKAST und FEVER RAY würden gemeinsame Sache machen…

Entsprechend empfangen den geneigten Hörer mit dem eröffnenden Titeltrack „Today We’re Believers“ blubbernde Synthie-Sounds mit rhythmusbetonten Beats, bevor es mit dem versponnenen „Hold On To The Metal“ bereits bekanntes Material auf die Ohren gibt. Diese mit unterschiedlichen Percussion-Instrumenten, verspielten Gitarren und mehrstimmigen Chorgesängen ausgestattete Nummer stammt ebenso wie das schwungvoll-abwechslungsreiche „Bathtubs“ vom bereits erwähnten 4-Tracker, während das frickelige „Just Enough“ mit den Falsett-Vocals neueren Datums ist. Gleiches gilt für das vergleichsweise eingängige „Exodus For The Year“, bevor es mit dem flotten „Show Me Your Eyes“ so richtig ins elektronisch-vertrackte Eingemachte geht. Da will auch das leicht entschleunigte „Birthday“ nicht zurückstecken, ehe „Nightcrawling“ zunächst klingt, als habe man den Geschwindigkeitsregler am Plattenspieler auf minimale Umdrehung gestellt. Alles ein wenig strange und abseits gängiger Hörgewohnheiten, die auch das flirrende „Stemming“ sicher nicht bedient. Fortsetzung finden die Klang-Experimente mit den Dissonanzen von „Light“, bevor „If I Had A House“ Druck macht und die Bonus-Zugaben „Hopping Like A Spot“ und „Summersweat“ noch einmal eher leise Töne anschlagen, die ein wenig Ambient-Feeling verbreiten.

Eine Einordnung des ROYAL-CANOE-Sounds ist kaum möglich. Hier wird wirklich alles Mögliche ins Rennen geschickt, was im Übrigen für die perfektionistisch veranlagte Band bedeutet, das sie tonnenweise Keyboards, Mixer und Pedale quer über den Kontinent schleppt, weil tatsächlich jedes Mal (und das sind etwa 100 Termine im Jahr) alles live gespielt wird. Backingtracks gibt’s hier nicht und auch kein Netz und doppelten Boden. Auf diese Weise servieren die Nordamerikaner alles andere als leichte Indie-Kost, aber dafür bleibt die Musik auch nach mehrmaligen Hördurchgängen spannend – wenn man sich denn drauf einlassen kann.

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