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ROYAL REPUBLIC - Save The Nation

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Artist ROYAL REPUBLIC
Title Save The Nation
Homepage ROYAL REPUBLIC
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.3/10 (10 Bewertungen)

Dass die Schweden sich auf knackigen Arschrock verstehen, haben Kapellen wie die BACKYARD BABIES, THE HIVES, MANDO DIAO oder auch die HELLACOPTERS in der Vergangenheit ausgiebig unter Beweis gestellt. Seit 2010 gibt es da noch einen weiteren Vertreter aus dem Land der Elche, der live ebenfalls keine Gefangenen macht und bei dem auch die Konservenkost alles andere als langweilig ist. Die Rede ist von ROYAL REPUBLIC, die vor zwei Jahren der Rock’N’Roll-Gemeinde mit ihrem Erstling „We Are The Royal“ die Gehörgänge frei gepustet und so ziemlich jede Stage in Schutt und Asche gelegt haben, die sie entern konnten. Mehr als 300 Konzerte spielten Adam Grahn (Gitarre/Gesang), Hannes Irengård (Gitarre), Jonas Almén (Bass) und Schlagzeuger Per Andreasson, tourten durch ganz Europa und Australien und zogen mit ihrer High-Energy-Show die neu gewonnenen und immer zahlreicher werdenden Fans in ihren Bann.

Entsprechend gespannt wurde auch das zweite Album der agilen Schwedenhäppchen erwartet, das zwei Wochen nach Veröffentlichung jetzt auf Platz 14 der Charts geklettert ist und von dem es erste Kostproben bereits auf den Sommer-Open-Airs zu hören gab. Etwa den knackigem Titeltrack „Save The Nation“, mit dem die royalen Republikaner ihren musikalischen Schnelldurchlauf starten. Eine Aufwärmphase gibt’s nämlich nicht, stattdessen geht’s gleich von Null auf 100 und auch das hypnotische „You Ain’t Nobody (’til Somebody Hates You) legt heiß und fettig nach. „Be My Baby“ ist eine raubeinige Aufforderung mit viel Schmackes, der sich das gut gelaunte „Everybody Wants To Be An Astronaut“ mit sorglosem Pfeifen und Kinderchor anschließt. Auf dicke Hose macht derweil nicht nur das treibende „Make Love Not War (If You Have To Make War – Make Sure To Make Time To Make Love In Between)“; auch das blitzschnelle „Strangers Friends Lovers Strangers“, bei dem zwischendurch schon mal eine Mundharmonika zu hören ist, empfiehlt die großmäuligen Skandinavier als Männer der Tat, die nicht lange fackeln und nur den schweißtreibenden Weg straight nach vorn kennen. Deshalb geht das zwingende „Addictive“ erst gar nicht vom Gas und auch das schrammelige „Molotov“ gefällt im Highspeed-Modus, bevor „Punch Drunk Love“ Punk-Attitüde an den Tag legt und „Sailing Man“ doch tatsächlich mal einen Gang zurückschaltet und mit einer dezenten Spieluhr-Melodie beginnt. Natürlich kann das nur der Auftakt für einen weiteren Rundumschlag sein, der gewohnt krachend ausfällt und vom entspannten „Let Your Hair Down“ abgelöst wird. Vergleichsweise dissonanter Lärm steht bei „Revolution“ auf dem Programm, ehe der Hiddentrack noch schnell ins gleiche Horn stößt und der ganze Spuk auch schon wieder vorbei ist.

„Save The Nation“ bringt es bei 13 Songs nämlich nur auf knappe 34 Minuten Spielzeit. Aber Qualität steht bekanntlich ganz klar vor Quantität und mit ihrem zweiten Streich machen ROYAL REPUBLIC deutlich, dass sie keinesfalls Eintagsfliegen sind, sondern noch viel Puste haben. Die braucht es vor allem bei den Live-Gigs, bei denen es ungebremst ans Eingemachte geht, wofür sich die neuen Stücke in ihrer rohen, ehrlichen Machart bestens empfehlen. Es dürfte deshalb im Herbst wieder laut und schmutzig werden, wenn die Schweden (zum Teil als Support der TOTEN HOSEN) wieder die bundesdeutschen Bühnen okkupieren.

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