Band Filter

ROZENCRANTZ - Tears Black Reign

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ROZENCRANTZ
Title Tears Black Reign
Homepage ROZENCRANTZ
Label TIMEZONE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.5/10 (4 Bewertungen)

Schau an, „Tears Black Reign” wurde in meiner Heimat Osnabrück in den DocMaKlang-Tonstudios aufgenommen. Macht auch durchaus Sinn, da ROSENCRANTZ ebenfalls an der Hase zuhause sind. War beim Debüt „Salvation“ 2007 noch DAS-ICH-Member Bruno Kramm mit der Produktion und den Tasten betraut, setzen die fünf Rozencräntzler jetzt auf DIY, um mit „Tears Black Reign“ ein neues musikalisches Kapitel aufzuschlagen, nachdem ein tragischer Autounfall ihren Bassisten Horatio an den Rollstuhl gefesselt hat.

Im Vordergrund steht bei ROZENCRANTZ immer noch Goth Rock skandinavischer Prägung. Damit kann man die Musikwelt zwar nicht revolutionieren, aber vielleicht das eine oder andere Gothic Mädchen glücklich machen. Besondere Highlights sind im Sound der zweiten Langrille nämlich nicht wirklich auszumachen. Natürlich wird wie beim Opener „Calling Maidel“ ordentlich gerockt, aber eben auch ein wenig lustlos im Trüben gefischt. Irgendwie hat man diese Mucke schon zigfach gehört und der Umstand, dass man sich für eine etwas dumpfe Abmischung entschieden hat, macht es nicht eben besser. So macht „Stay With You“ zwar Tempo, ist aber gleichzeitig zu beliebig, um überhaupt in Erinnerung zu bleiben. Selbstredend dürfen auch emotionale Rocker wie „Born In The Night“ und „Blood Runs Like Wine“ nicht fehlen, ganz zu schweigen von schmachtenden Piano-Nummern a la „Beyond Emptiness“ oder „Killerbees“ – innovativ ist das jedoch alles nicht. Das Quintett hat seine Vorbilder eindeutig im hohen Norden und ist mit Tracks wie „Chase The Dragon“ oder auch „Nyeah“ recht nah an Genre-Vertreter wie HIM dran. Fast zum Verwechseln nahe und genau das ist eben das Problem. Es fehlt der Wiedererkennungswert, aber vielleicht verlangt die Zielgruppe das auch gar nicht. Wenn in erster Linie die typischen Zutaten zählen, reichen „My Love Eternal“, „Bury Me“ und „Show You The Moon“ allemal zum schmackhaften Goth-Rock-Allerei. Und mit ihrem Titelsong „Tears Black Reign“ gibt’s am Ende dann ja auch noch mal den großen Rundumschlag.

Überraschungen darf man von ROZENCRANTZ nicht erwarten. Stattdessen gibt es solide Goth-Rock-Hausmannskost, die handwerklich gut gemacht ist, aber ohne Höhen und Tiefen bleibt. Unspektakuläres Mittelfeld für alle, die leicht verdauliches Futter schätzen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

ROZENCRANTZ - Weitere Rezensionen

Mehr zu ROZENCRANTZ