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RUNRIG - Everything you see

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Artist RUNRIG
Title Everything you see
Homepage RUNRIG
Label COLUMBIA/ SONYBMG
Leserbewertung
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8.0/10 (5 Bewertungen)

Wow, 34 Jahre musizieren die Folkrocker RUNRIG nun schon zusammen und verfügen über eine stattliche und treue Fanbase. Vier Jahre sind seit der letzten Studio-CD „Proterra“ ins Land gegangen, nun bekommt die Anhängerschaft endlich mit „Everything you see“ neues Futter.

In der ersten Hälfte des mittlerweile 13. Studioalbums präsentieren die Schotten zunächst eine bewährte Mischung aus Pop, Rock und Folkelementen, dank Tin Whistles, Akustikgitarre, Akkordeon und feinem Harmoniegesang stets beschwingt und heiter, beim Intro zu „Atoms“ sogar richtig rockig. Trotzdem kann man sich nicht des Eindrucks erwähren, dies alles schon mal aus den eigenen Reihen gehört zu haben, da hatte man den Vorgänger „Proterra“ doch facettenreicher in Erinnerung. Heraus sticht die 6.5 Minuten-Ballade „The Ocean Road“ im Wechsel gesungen von Bruce Guthro und Gründungsmitglied Rory McDonald. Zum Ende hin jedoch werden die Stücke immer stärker. „Sona“, einer von zwei in gälischer Sprache gesungenen Titel verdient das Prädikat „Fett“. Mit Dudelsack und ordentlich rockender Gitarre nähert man sich so mancher Mittelalter-Rockkombo an und dürfte live den Kessel ordentlich zum dampfen bringen. In starkem Kontrast schließt sich „Something got to give“ an, das mit Orgelklängen und mehrstimmigen Gesang wie ein Choral sakrale Stimmung schafft. „And the accordians played“ lässt entspannt mitschunkeln und nach dem Feuerzeug suchen. Das darf dann zur erhabenen Hymne „In Scandinavia“ gleich weitergeschwungen werden. Mein Favorit des gesamten Albums, bei dem eingerahmt von weiblichen Backgroundvokals Bruce Guthros klare und stets herzerwärmende Stimme noch einmal so richtig glänzen darf.

Das ein oder andere Bandmitglied haben RUNRIG im Laufe der Jahre an die Politik verloren, der musizierende Rest sieht sich abseits von übertriebenem Patriotismus als Bewahrer seiner Kultur und weiß dabei nach wie vor Tradition und Moderne wunderbar zu verbinden. Und die treuen „Riggies“ scharren schon mächtig mit den Hufen, mit dem Sextett in Kürze live abfeiern zu können – hoffentlich bringen die Schotten dazu ein paar Kisten „Runrig-Beat the drum-Ale“ mit über den Teich, das eine hiesige Brauerei den Jungs gewidmet hat…

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