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(((S))) - Ghost

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Artist (((S)))
Title Ghost
Homepage (((S)))
Label AFMUSIC
Leserbewertung
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6.0/10 (5 Bewertungen)

Seit einst die GORILLAZ ein großes Geheimnis um ihre Identität gemacht haben, lebe ich unter der Illusion, dass Geheimnistuerei etwas Gutes sein kann. Ich denke sogar, dass sich einige der hochkarätigsten Musiker überhaupt in solch einer Anonymität verstecken könnten. Nun bin ich also wieder mit einem mysteriösen Musiker konfrontiert, dessen Identität ich bestenfalls erahnen kann. Wer auch immer sich hinter dem Ein-Mann-Projekt (((S))) aus Kopenhagen verbirgt – er hat es verdammt noch mal drauf.

Schon allein die Umschreibungen für den wahnsinnig düsteren, aber dennoch leichten und verträumten Post Punk-Sound haben es in sich. Man hört Einflüsse von THE CURE, JESUS AND THE MARY CHAIN aber auch PINK FLOYD oder JOY DIVISION irgendwo in einem Sound, der schon fast nach Trance klingt, heraus. Die Musik von (((S))) überzieht die Welt für die Dauer von elf Songs mit einem dunkel schimmernden Schleier. In diesem Nebel von Klängen der 80er, einer Stimme, die extrem an PINK FLOYD gemahnt und einer gewissen Kälte verbirgt sich sogar etwas Tanzbarkeit. Generell ist ein Teil der Kunst von (((S))), den Hörer trotz des dunklen Klangbildes nicht mit Schwere zu erdrücken. Stellenweise kommt sogar ein Gefühl von Leichtigkeit auf. Dass dieses extrem sphärische Album den Namen „Ghost“ trägt, überrascht eher weniger. Dennoch könnte der Name kaum passender sein. Denn die CD hat durchaus etwas Gespenstisches an sich – auf die gute Art, versteht sich. Neben verspielten Wave-Einlagen gibt es hier sogar noch ein eher gewagtes Cover: (((S))) scheint keine halben Sachen zu machen. Und wenn schon covern, warum nicht eigentlich gleich die BEATLES? Seine Version von „Help“ hat etwas sehr ruhiges, aber auch Zerbrechliches. Zum ersten Mal glaube ich dem Interpreten dieses Songs tatsächlich, dass er sich „down“ fühlt. Trotzdem spielt (((S))) eher die Töne an, die auch auf eine leise und schleichende Art Eindruck machen. Pompös sollte man woanders suchen. Besondere Anspieltipps sind die Titel „Hungover“, „Deathtrip“, „Fall With Me“ und „Dying“.

Desillusioniert worden bin ich also auch diesmal nicht. Die Enttäuschung kommt sicher noch eines Tages, aber nicht von (((S))). Wenn mich etwas auch nur ansatzweise darüber hinwegtrösten kann, nie die großen Post Punk-Legenden gesehen zu haben, dann ein Album wie dieses. Dezenter Schrei gen Kopenhagen: Weiter so!

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