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SABATON - Carolus Rex

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Artist SABATON
Title Carolus Rex
Homepage SABATON
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.6/10 (82 Bewertungen)

SABATON auf Steroiden – Das war die Vorstellung Peter Tägtgrens, wie „Carolus Rex“ seiner Meinung nach klingen sollte, und genau DAS ist es, was er durchgesetzt hat. Seit dem ersten Video des Titeltracks auf YouTube und der zögerlichen Bemusterung des Labels war klar, dass hier Großes auf die Metalgemeinde losgelassen wird. Dabei wenden sich die Faluner diesmal von der oft thematisierten WW2-Ära ab und der des Schwedischen Imperiums von 1561-1721 zu. Dass die Texte nicht auf puren Mythen und Legenden basieren, sondern geschichtlich korrekten Fakten zugrundeliegen, stellt die Zusammenarbeit der Band mit dem Historiker Bengt Liljegren sicher. Hier wurde also nicht gekleckert, sondern geklotzt, bleibt aber noch zu berichten, was die Songs des Konzeptalbums hergeben:

Nach dem kurzen Intro, das direkt in die erste Doublebass-Hymne „The Lion From The North“ übergeht, die mit NIGHTWISH-Bombast, fetten Chören und Breitwand-Sound aufwartet, lassen gleich die Gitarren aufhorchen, die nochmal ein ganzes Stück fetter tönen als zuletzt. „Gott mit uns“ wird in den Strophen von Tägtgren gesanglich unterstützt und geht sowohl durch die folkige Melodie, als auch den von fetten Männerchören intonierten Chorus sofort rein und wird künftig auf keinem SABATON-Gig fehlen dürfen. Getragener, jedoch nicht minder melodisch geht es mit typischen Keyboardorchesterparts los, ehe Joakim, wiederum durch fette Chöre unterstützt, einen der melodischsten SABATON Refrains ever abliefert. Der Song wird durch ein starkes Solo und dezente Doublebass-Passagen abgerundet. „1648“ ist einen typischen Banger, der Metal-Puristen glücklich machen wird, aber ansonsten so schon öfter zu hören war. Ganz anders tönt hier „The Carolean´s Prayer“, welches schon fast AOR-Elemente aufweist sowie dicke Keyboardteppiche, die eine melancholische Grundstimmung in den Strophen verbreiten, ehe der hammergeile Chorus einen endgültig umhaut. Wieder dicke Männerchöre und Erpelfolie pur, wenn die Truppenbewegung dezent den Takt untermalt. Garantierter Oberhit!

Damit die Glücksgefühle gar nicht erst nachlassen, geht’s fett und bombastisch mit dem vorab ausgekoppelten Titeltrack weiter, dessen Chorus schon nach dem allerersten Hören tagelang nicht mehr aus dem Kopf geht. Maidenartig gallopierend geht es mit Twin-Gitarren in „Killing Ground weiter“. Wiederum ein typischer Metalbanger, in dem Joakim gegen Bandshoutings ansingt. SABATON untypisch geht es hingegen in dem straighten Ohrwurm „Poltava“ zu, dem Tägtgren einen PAIN-Beat verpasst hat und der dadurch etwas an NIGHTWISH Tanztempelfeger wie „Wish I had an Angel“ erinnert. Hitgarantie inklusive. „Long Live The King“ markiert düster episch das Ende Karls XII, passenderweise singt Joakim geradezu herzergreifend und beschert die zweite Hammerballade des Albums, ehe das abschließende „Ruina Imperii“ nochmal an SABATON Hymnen wie „Art Of War“ anknüpft. Komplett auf schwedisch und mit leicht arabischem Touch lässt einem der Dicke-Hose-Chorus nochmals die Hauthügelchen samt der Armbehaarung zu Berge stehen.

Ich beuge mein Knie vor einer der mittlerweile fettesten Metalkapellen dieses Planeten. Ihr wollt ein SABATON Best-Of Album? Kauft „Carolus Rex“ ohne Wenn und Aber! Wer vom eigentlichen Album nicht genug kriegen kann, der sollte übrigens zur Limited Edition greifen, der das komplette Album nochmal in Schwedisch eingesungen beiliegt und die noch eine AMON AMARTH-Coverversion enthält.

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