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SACRED STEEL - The Bloodshed Summoning

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Artist SACRED STEEL
Title The Bloodshed Summoning
Homepage SACRED STEEL
Label CRUZ DEL SUR MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.2/10 (5 Bewertungen)

Waren die ober-True Metaller SACRED STEEL früher ja eher für engstirnigen Traditions-Klischeesound bekannt und wegen Gerrit P. Mutzs Sirene eine Love-it-or-hate-it-Kapelle, so weicht das enge Korsett seit einigen Jahren immer mehr auf. Album Nummer 8 ist folgerichtig das Variabelste der Herren, ohne auch nur einen Zentimeter an Trueness zu verlieren! Und das Härteste auch.

Den Death/ Thrash Metal-Anteil hat man noch weiter ausgebaut, man schraube sich nur mal das KREATOR-artig losdonnernde „Storm of Fire 1916“ rein! Gerrit singt natürlich immer noch auch mit seinem völlig eigenen Vibrato, aber auch Aggro-Shouting und Death Growls beherrscht er sehr amtlich, was einen solchen Track zur Abrissbirne werden lässt. Kann man ein wenig mit MYSTIC PROPHECY vergleichen, die ja auch ihren melodischen Power Metal mit mächtig viel Thrash/ Death-Elementen aufpimpen, ohne das Genre zu verlassen. Das hymnisch-schnelle „No God No Religion“ knallt ebenfalls oberamtlich, „When the Siren Calls“ bietet dann erstmals rein klassischen Heavy Metal mit schwerer IRON MAIDEN-Schlagseite. Thrashig wird´s wieder mit dem von Blasts (!) flankierten „The Darkness of Angels“, hier wird mächtig Dampf geschoben mittlerweile im Hause SACRED STEEL! Das geht voll auf die Zwölf, lässt die Band aber auch zwischen den Stühlen sitzen. Denn den reinen True Metallern wird das hier teils zu Aggro sein, auch wenn denen natürlich nach wie vor jede Menge bestes Futter geboten wird. Und bei über 60 Minuten Spielzeit kann man ja auch einfach ein paar Sachen geistig ausblenden… Sollte man aber nicht, denn dann entginge einem Hammermaterial wie der marschierende Titeltrack, der nur zweieinhalb-minütige Thrasher „Under the Banner of Blasphemy“, das wuchtige „Black Towers“, das doomigere „Crypts of the Fallen“ oder der alles plättende Langtrack „Journey into Purgatory“! Hier gibt´s keine Ruhepausen, kein Schwächeln. „Perversions of the Scriptures“ thrasht einen Komplett weg und mit dem getrageneren „Unbinding the Chains“ lässt man einmal mehr sein Faible für MERCYFUL FATE anklingen. Abgeschlossen wird dieses exzellent produzierte Teil von dem MISFITS-Cover „Dig Up Her Bones“.

Ehrlicher, bodenständiger, packender, geiler kann man 2013 reinrassigen Heavy Metal kaum zocken! Mit „The Bloodshed Summoning“ legen SACRED STEEL die Messlatte schon zu Beginn des Jahres verdammt hoch für die Konkurrenz! An diesem Kracher führt absolut kein Weg vorbei für Metalheads!

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