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SAD BUT TRUE - Face it

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Artist SAD BUT TRUE
Title Face it
Homepage SAD BUT TRUE
Label FINEST NOISE RELEASES
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Was soll man von einer Band denken, die in mindestens 6 verschiedenen Sprachen ihre Songs präsentiert? Entweder hält man sie für kreativ oder denkt sich, dass SAD BUT TRUE sich einfach nicht entscheiden können. Bei den recht interessanten Themen, welche die Jungs auf dem Album „Face it“ behandeln, sollte man eher von ersterem ausgehen.

Da werden bei „Believe“ die Fragen aufgeworfen, was man glauben soll, welche Identität man besitzt und wofür das Leben eigentlich steht. Die Zuhörer werden gleichsam aufgefordert, das alles zu hinterfragen. Bei dem einzigen deutschsprachigen Titel „Opium fürs Volk“ geht es um die Fernsehkultur. Mit ironischen Aussagen wie „Mein Platz ist vorm Bildschirm, dies ist mein Altar“ trifft die Gruppe genau den Geist der Seifenoper und Reality TV-Generation. Leider ist die Musik eher simpel gestrickt und selbst die Bläsereinsätze reißen diesen Eindruck nicht raus. Der Gesang ist allerdings der größte Schwachpunkt. Kraftlos, unmelodisch und bei den höheren Tönen schon ziemlich schief geraten die Stücke schnell zum Einheitsbrei, den man leider zu schnell überhört, wodurch so manche der schönen Texte leider untergehen. Das ist dann auch der größte Nachteil an der Vielsprachigkeit. „Migration is no Crime“ werden viele noch verstehen, aber dann wird es auch schon schwieriger. Die Soli wirken meist ebenfalls recht einfach aber wenigstens sauber gespielt und bei manchen Titeln wie z.B. „Migrant Song“ oder „Luxembourg’s Burning“ erlebt man dann doch eine positive Überraschung.

SAD BUT TRUE sollten noch etwas am Sound und vor allem am Gesang arbeiten, damit die tollen Texte mit besserem musikalischem Rahmen auch wirklich zünden.

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