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SAHARA HOTNIGHTS - What If Leaving Is A Loving Thing

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Artist SAHARA HOTNIGHTS
Title What If Leaving Is A Loving Thing
Homepage SAHARA HOTNIGHTS
Label BAD TASTE RECORDS
Leserbewertung
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6.0/10 (3 Bewertungen)

Bereits im zarten Alter von elf bzw. zwölf Jahren haben Maria Andersson (Gesang und Gitarre), Jennie Asplund (Gitarre), Johanna Asplund (Bass) und Josephine Forsman (Drums) SAHARA HOTNIGHTS 1992 im schwedischen Robertsfors gegründet. In der skandinavischen Heimat zählen die zierlichen Mädels zu den musikalischen Schwergewichten, die mit ihrem vierten Album „What If Leaving Is A Loving Thing“ Platinstatus erreichten und mit der Single „Cheek To Cheek“ den meistgespielten Radiosong des vergangenen Jahres ablieferten. Die zweite Singleauskopplung „Visit To Vienna“ schaffte es immerhin auf Platz 2 der Airplay-Charts, so dass auch die Kollegen von SUGARPLUM FAIRY auf die Mädchencombo aufmerksam wurden und die Damen im Herbst mit auf Deutschland-Tour nehmen.

Passend dazu erscheint die aktuelle Langrille der Schwedinnen nun auch bei uns und natürlich ist der Terrorverlag mit von der Partie, wenn SAHARA HOTNIGHTS gleich mit dem Opener „Visit To Vienna“ Gas geben. Weshalb der Track so gern im Radio gespielt wird, ist schnell erklärt: Der Sound geht ratzfatz ins Ohr, groovt wie der Teufel und setzt sich umgehend mit seinen Chorgesängen im Kopf fest. „The Loneliest City of All“ lässt es da etwas ruhiger angehen, verzichtet aber keinesfalls auch eingängige Hooks und macht einen recht amerikanischen Eindruck. „Salty Lips“ klingt ein wenig nach STEVIE NICKS, während „Neon Lights“ mit treibenden Melodien gefällt. Melancholischer präsentiert sich da „No For An Answer“ mit lieblich-kratzigem Gesang und tollen Sound-Arrangements. Die Erfolgssingle „Cheek To Cheek“ strotzt nur so vor lebendiger Energie, die in absolut tanzbare Musik umgesetzt wird, während „Getting Away With Murder“ mit seinen Bläsern und Satzgesängen stärker zum Zuhören und vergnügten Mitwippen einlädt. Dem kann man sich auch bei „Puppy“ nicht verschließen, das besonders von der knackigen Rhythmusfraktion beherrscht wird. „Static“ zählt zu den Nummern, die ein bisschen Country-Flair mitbringen, was auch für das abschließende „If Anyone Matters It’s You“ gilt, mit dem SAHARA HOTNIGHTS das Album ruhig ausklingen lassen.

Sie hören sich ein bisschen wie die flotte, schwedische Antwort auf die DIXIE CHICKS an – sieht man mal davon ab, dass SAHARA HONIGHTS auf Bluegrass-Elemente verzichten und Country-Versatzstücke nicht so stark gewichtet werden. Wenn beim Debüt „C’mon Let’s Pretend“ Pop Rock dominierte, der beim zweiten Longplayer „Jenny Bomb“ von Punk Pop abgelöst wurde, dem sich beim dritten Streich „Kiss & Tell“ Power Pop anschloss, ist der Vierer jetzt bei harmoniegeschwängertem, variantenreichem Rock angekommen, der nicht mehr so hart, aber sehr einprägsam und hörenswert ist.

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