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SALTATIO MORTIS - Wer Wind Sät

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Artist SALTATIO MORTIS
Title Wer Wind Sät
Homepage SALTATIO MORTIS
Label NAPALM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.4/10 (15 Bewertungen)

Wie so viele Mittelalterbands trafen sich eines Tages auch die Musiker von SALTATIO MORTIS auf einem zeitgenössischen Markt und probierten das Zusammenspiel aus. Siehe da: Es funktionierte trotz unterschiedlicher musikalischer Vorlieben und ein neues gemeinsames Musikprojekt war geboren, eine Band gegründet, die mit Dudelsäcken und lauten Trommeln die Mittelaltermärkte eroberte. Das war im Jahre 2000. Heute nun stellten die Musiker ihr mittlerweile siebtes Album vor. Es trägt den Namen „Wer Wind Sät“ und bietet hoch emotionalen Mittelalter-Rock mit gelungenen und tanzbaren Melodien, gefühlvollen Texten zu brisanten gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Themen. Gastmusiker auf der Silberscheibe sind Michael Popp (QNTAL) und die aus dem Rock nicht mehr wegzudenkende Doro Pesch.

Mit sanften Klängen im Mittelaltergewand startet „Ebenbild“ die Tracklist, bis dann nach dreißig Sekunden das Mittelalter fast beiseite gelegt wird und ein satter, rockiger Groove zum Tanzen einlädt. „Salome“ wird im Duett mit DORO vorgetragen und bietet einen melodischen Sound mit einem harten Gitarrenschlag. Den Hintergrundteppich bilden die mittelalterlichen Instrumente, die sich gemäß dem Titel leicht ins Orientalische wagen. Erst mit „La Jument De Michao“, welches auf Französisch gesungen wird, kommen die mittelalterlichen Wurzeln der Band deutlicher zum Vorschein. Das Tanzlied erinnert stark an das Treiben auf den Märkten mit Spielleuten und Gauklern. „Letzte Worte“ ist eine Rockballade, bei der die Seele sanft dahingleiten kann. Anders hingegen „Kaltes Herz“, welches über weite Strecken zwar ebenfalls balladesk klingt, dann aber beim Refrain in einen rasanteren Takt übergeht. Der nächste Song heißt nicht umsonst „Rastlos“, das Schlagwerk und die Gitarren spielen Hard´n Heavy, sie spielen Rock´n Roll. Nachdem bei „Miststück“ die metallenen Grooves zum Tragen kommen, geben die mittelalterlichen Instrumente bei „Tief In Mir“ die Melodie an und werden dabei von hämmernden Gitarren begleitet. Anschließend wird mit „Aus Träumen Gebaut“ eine Ballade mit einem wohlklingenden Gitarrenspiel und einem nachdenklichen Text in die Ohren der Hörer gesäuselt. „Manus Manum Lavat“ bietet angefangen mit einem ruhigen Einstieg nach 45 Sekunden den Wechsel zum rocklastigen Takt. „Very Schottisch“ wäre eine Kurzbeschreibung für den Beginn von „Vergessene Götter“, bis schließlich die härteren Instrumente ins Spiel eingreifen und aus den Highland-Tönen einen Tanz machen, dessen Refrain gut und gerne mitgesungen werden kann. „Sie trotzen dem Wind und reiten den Sturm, sie singen ihre Lieder lauter als erlaubt.“ So ähnlich lauten die Zeilen in „Wir Säen Den Wind“, welches mit Meeresrauschen und Möwengeschrei beginnt und von verzerrten Stimmen und dunklen Backgroundvocals begleitet wird und einen schnellen Rhythmus bietet.

Wer die Musiker live erleben möchte, hat noch für kurze Zeit die Gelegenheit, sie auf einem der zahlreichen Mittelaltermärkte anzutreffen, bevor sie dann im Herbst mit dem neuen Album auf Tour gehen und sie in ihrer metallenen Stärke zu erleben sind. Insgesamt härter und rockiger denn je, mittelalterliche Instrumente öfter nur als Klangkulisse eingesetzt, haben SALTATIO MORTIS einmal mehr gezeigt, dass sie etwas vom Fach verstehen. Alle Titel sind tanzbar und wer nicht tanzen möchte, hat die Gelegenheit, aufmerksam hinzuhören. Das Album ist sauber abgemischt und beinahe jedes Wort ist klar und deutlich zu verstehen. Damit bietet es auch dem ruhigeren Musikliebhaber etwas, was nicht auf jeder Scheibe zu haben ist. Es ist zu erwarten, dass SALTATIO MORTIS mit diesem Album ähnlich rasant wie mit dem Vorgängeralbum „Aus Der Asche“ die Charts erobern und ihren Vorgänger hinter sich lassen werden.

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