Band Filter

Request did not return a valid result

SAMAEL - Above

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SAMAEL
Title Above
Homepage SAMAEL
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Zu Beginn war „Above“ als eigenes, rein virtuelles Projekt geplant. Als Band-Info sollte nur bekannt sein, dass SAMAEL-Mitglieder dahinterstecken. Nach dem rein elektronischen „Era One“ verwunderte die recht harte musikalische Ausrichtung doch ein wenig und noch größer war die Überraschung, als die Schweizer bekannt gaben, dass sie „Above“ nun doch unter dem SAMAEL-Banner veröffentlichen werden. Grund dafür soll der Drang sein, diese Songs auch live zu spielen und dafür ist auf dem neuen Album genug Potenzial vorhanden! Seit Jahren hat man SAMAEL nicht mehr so direkt auf den Punkt gehört. So hat man die düsteren Einflüsse der Marke LAIBACH stark runtergefahren und auch die spirituelle und tiefgehende Atmosphäre, welche die letzten Releases noch so unverkennbar gemacht hat, wurde dieses Mal hinten angestellt.

So brettert „Above“ bereits mit dem Opener in eindrucksvollem Tempo nach vorne. „Under one Flag“ lässt die anfänglichen Black Metal-Zeiten wieder hervorbrechen, imponiert mit ungezügelter Energie, wuchtigen, brutalen und sehr natürlichen Drum-Programmings, klirrenden Riffattacken und einem böse knurrenden/ keifenden Vorph am Mikro. „Above“ wird als Bindeglied zwischen „Ceremony of Opposites“ und „Passage“ beschrieben, doch das trifft es nur phasenweise. So werden hier zwar die brachialen Anfangstage mit leichten Industrial-Sounds vermischt, herausgekommen ist allerdings ein eigenständiges Werk, welches einerseits die frühen Einflüsse der Band, wie u.a. BATHORY, wieder aufnimmt, aber auch die moderne Ausrichtung nicht vergessen lässt. Da bläst einen z.B. das derbe „Black Hole“ mit brachialen Blasts erstmal mächtig um, das drückende „Polygames“ und das drückende „Earth Country“ lassen dann „Passage“ auf eine brutalere Weise wieder aufleben, während „Illumination“ etwas entschärft auch auf den letzten Alben hätte landen können. Old School-Fans werden bei „Dark Side“ besonders aufhorchen. Denn die besonders rohe und schwarze Aura dieses Titels kommt nicht von ungefähr. So heisst dieser Track im Original „Black Face“ und stammt vom Band-Debüt „Worship Him“, auf dem SAMAEL noch puresten Black Metal spielten und diesen lassen sie auf dem gesamten Album, besonders aber mit „Dark Side“ wieder aufleben.

Wie bereits gesagt klingt „Above“ aber nicht wie die Evolution zwischen den beiden Klassikern „Ceremony of Opposites“ und „Passage“, sondern wie ein eigenständiges Album. Die Band wollte einfach ohne großes Nachdenken ihren frühen Einflüssen huldigen und zwar mit ihrer heutigen instrumentalen Ausrichtung. Herausgekommen ist ein modernes Black Metal-Album, welches ohne großes Zögern auf die Fresse geht, alte und neuere Fans mehr als verwundern dürfte und dennoch, wie immer bei den Schweizern, grundehrlich klingt.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

SAMAEL - Weitere Rezensionen

Mehr zu SAMAEL