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SAMSAS TRAUM - Poesie: Friedrichs Geschichte

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Artist SAMSAS TRAUM
Title Poesie: Friedrichs Geschichte
Homepage SAMSAS TRAUM
Label TRISOL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.5/10 (8 Bewertungen)

Seit nunmehr 19 Jahren sorgen SAMSAS TRAUM mit ihrer außergewöhnlichen Musik und teilweise verstörenden Texten für Kontroversen. Die Band um ihren kreativen Kopf Alexander Kaschte in eine Genre-Schublade zu stecken, ist fast unmöglich, da ihr Stil mit den Jahren (und elf Studioalben) regelmäßige Veränderungen erfahren hat. Mit dem crowdfunding-finanzierten „Poesie: Friedrichs Geschichte“ unternimmt SAMSAS TRAUM erneut einen Quantensprung und erzählt mit bombastischen Sounds die Geschichte eines Jungen, der im Nationalsozialismus aufwächst und dessen Leidenschaft das Schreiben von Gedichten ist.

Wer SAMSAS TRAUM ein wenig kennt, weiß, dass es auch auf diesem Silberling keine Kompromisse gibt und man es keinesfalls mit leichter Kost zu tun hat. Das verbietet bereits das schwierige Thema, denn Friedrich wird von seinem Umfeld als verhaltensgestört und von den Ärzten als schizophren eingestuft. Sein Schicksal ist besiegelt und deckt sich mit dem unzähliger anderer behinderter und psychisch kranker Menschen im Dritten Reich: sein Leben wird im Namen der Euthanasie in der NS-Tötungsanstalt Hadamar auf schrecklichste Weise beendet.

Zum Zwecke der Rezension irgendwelche Songs herauszupicken, macht keinen Sinn, stattdessen sollte man sich einfach selbst die Zeit nehmen, den intensiven Longplayer möglichst in einem Rutsch durchzuhören. „Poesie: Friedrichs Geschichte“ nimmt gefangen und macht eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte mit eindringlichen Texten und ebenso nachdrücklicher und variantenreicher Musik wieder präsent. Gute Laune kommt beim Hören der zwölf Lieder zwar nicht unbedingt auf, aber dafür bringt Alexander Kaschte vielleicht ja auch zeitgleich eine neue WEENA-MORLOCH-Platte in die Läden und beide Projekte des umtriebigen Musikers, Songwriters und Schriftstellers sind übrigens im November auch live sehen.

3 Kommentare

  1. Die Band um ihren kreativen Kopf Alexander Katsche in eine Genre-Schublade zu stecken… KASCHTE. Ich heiße KASCHTE. Danke. KASCHTE.

  2. Mathias sagt:

    Ich denke das bei einem solchem Thema eine objektive Beurteilung des Album in der BRD fast unmöglich ist. Gerade in der aktuellen Situation. Ich denke jede Kritik an diesem Album könnte den Schreiberling unter Umständen seinen Job kosten. Seltsam ist auch das Herr K. Auf der offiziellen FB Seite rigoros alle kritischen Kommentare löscht und den Verfassern die Kommentarfunktion entzogen wird. Mein Album kommt erst heute oder morgen, ich kenne nur das vorab veröffentlichte Lied und kann mir deswegen noch kein abschließendes Urteil bilden. Nur nach der aktuellen Zensurpolitik Seitens ST bin ich mehr als skeptisch.

  3. Sarah sagt:

    Endlich mal wieder ein gelungenes Album von Herrn K. Er hat sich endlich wieder selbst übertroffen. Schwieriges Thema genial umgesetzt.

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