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SANCTUARY - The Year the Sun died

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Artist SANCTUARY
Title The Year the Sun died
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.7/10 (7 Bewertungen)

Jesus… ich hatte mir erhofft, es würde mir leichter fallen, dieses Review zu verfassen… ernsthaft, ich hatte so gehofft. Aber, blicken wir zurück: 1987, Seattle- Die Prog Metaller SANCTUARY veröffentlichen ein ganz nettes Album namens „Refuge denied“, das sie Dank eines Herrn Mustaine bei Epic unterbringen konnten. Ich habe nie den Kultfaktor gesehen bei dieser Scheibe, damals nicht und heute schon gar nicht. Ganz anders 1989… die Band haut für mich eines der besten und anspruchsvollsten Metal-Referenzwerke raus. Ebenfalls auf Epic erscheint eine Perle namens „Into the Mirror black“. Es folgen berechtigt überzogen positive Reviews weltweit und Touren mit u.a. MEGADETH oder passender mit FATES WARNING. Aber…

1991 und der Grunge kommen, SANCTUARY verabschieden sich wenig später und es folgt das Nachfolgeprojekt NEVERMORE, dessen Debüt noch ziemlich den SANCTUARY-Spirit atmet, aber für mich eher nicht so toll war. Was trotzdem aus NEVERMORE wurde, ist bekannt… Warrel Dane nimmt am Ende lieber Drogen, als sich Texte zu merken, Jeff Loomis schreibt solo bessere Alben als mit NEVERMORE („Obsidian Conspiracy“ ist eine richtige miese Scheibe für mich…) und somit ist nach dem Split der Weg frei für eine nicht nur von mir gefürchtete Reunion… Es ist 2014 und SANCTUARY sind mit einem neuen Album zurück.

Und, ja, natürlich klingt es dank der unverwechselbaren Stimme Danes nach SANCTUARY oder aber auch ruhigeren NEVERMORE -Momenten. Die Produktion ist amtlich und nicht angestaubt und wird dem 2014er Genre-Standard gerecht. Musikalisch klingt das Ganze dank Teilnahme der originalen Bandmitglieder auch schwerst authentisch… aber Authentizität macht noch kein hervorragendes Album… leider. Relativieren wir das Ganze: ich hatte wie gesagt keine Expektationen, somit bin ich nicht enttäuscht. Nur halt nicht begeistert. Es ist eine gute Genre-CD, keine Frage, aber halt nur eine von vielen „guten“ Genre-Scheiben des laufenden Jahres (und zumindest die neue EVERGREY ist schon mal um Längen besser!). Irgendwie stellt sich erst beim sechsten Song „Frozen“ das erste Mal halbwegs Begeisterung wegen der vorhandenen musikalischen Nähe zu „Into the Mirror Black“ ein. Davor musste man aber schon mit den Tracks 3 & 5 Langweiliges über sich ergehen lassen. Auch „One final day“ gehört für mich nicht zu den „most striking metal songs heard in years“ (O-Ton Info), dafür ist „The World is wired“ wieder recht gut geraten.

Auf und ab, Licht und Schatten… so zieht es sich leider durch das ganze Album, richtig extreme Höhepunkte gibt es wenig bis gar nicht und 2-3 Tracks sind ultra-öde. Somit bleibt eine durchwachsene Leistung, irgendwo zwischen „Into the Mirror black“, ohne dessen Brillanz zu erreichen, QUEENSRYCHEs „Promised Land“ und in dezenten Ansätzen NEVERMOREs „Dead heart in a dead world“… und jenes liest sich abschließend leider positiver als beabsichtigt.

Anspieltipps: “Arise and purify”, “Frozen”, “The Year the sun died”

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