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SANCTUM - Let’s Eat

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Artist SANCTUM
Title Let’s Eat
Homepage SANCTUM
Label COLD MEAT INDUSTRY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ich gestehe, dass ich das Label Cold Meat Industry und die angeschlossenen Bands für ihre Kunstfertigkeit und den avantgardistischen Anspruch sehr schätze, aber persönlich nicht unbedingt Zugang zu allen Veröffentlichungen finde. Dafür haben wir andere „Spezis“ in unserer Redaktion. Umso erfreuter war ich, dass auch mal etwas für „mich“ dabei war: Das neue Album der schwedischen SANCTUM, von denen man über 8 Jahre nichts mehr gehört hatte. Damals konnte man mit dem Debüt „Lupus in fabula“ Aufsehen in der nordischen Industrialszene erregen. Gegründet von Jan Carleklev und Håkan Paulsson im Jahre 1994 holte man sich immer neue Gastmusiker hinzu, um die künstlerische Vision zu verwirklichen, dieses mal muss man besonders die Sängerin Sara-Lo av Ekstam nennen, deren Stimme fast so gut klingt wie ihr Name…

Neben den Collagen im Booklet, die sich gegen die heutige Konsumgesellschaft zu wenden scheinen, fällt sofort der minimalistische und gering instrumentierte Sound auf. Da gibt es sparsam eingesetzte Power Noise Anleihen und Geräuscheffekte, aber auch klassische Rhythmuskonstrukte, welche die Songs tragen. Darüber thront bist auf eine Ausnahme die männliche – heiser melodisch ausfallende – Gesangsstimme. Lediglich bei „A Pose“ wird die bereits erwähnte Sängerin eingesetzt, was sich dann anhört wie THE GATHERING auf dem Industrial Trip. Andernorts gibt es fast versöhnlich klingende Piano/ Violinen Klänge (beim Titeltrack) oder auch militaristisch angehauchte Stücke mit entsprechenden Samples („när?“). Als mein Lieblingssong kristallisierte sich aber schnell „Shine“ heraus, welches man mit etwas Geduld gar als Clubhit verkaufen könnte: Betörend, hypnotisch, eingängig und dennoch unkonventionell.

Industrial Chill Out Pop fällt mir da als vage Bezeichnung für den neuesten Coup des „Nordic Label“ ein, zumindest für mich eine ganz neue Sounderfahrung, die ich sehr gerne gemacht habe. Man hat jedenfalls in den letzten Jahren nichts verlernt und kehrt gleich mit einem Paukenschlag in die Szene zurück. Wer sie auf dem WGT 2004 verpasst hat, kann das Versäumnis auf dem Utrechter Summer Darkness Festival im August nachholen. Dann darf man auch wieder Ulrika Carlssons kunstvolle Videoprojektionen begutachten, welche die eigentümliche Wirkung der Sounds noch verstärken.

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