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SANTIANO - Von Liebe, Tod und Freiheit

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Artist SANTIANO
Title Von Liebe, Tod und Freiheit
Homepage SANTIANO
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (3 Bewertungen)

Wenn man mich gefragt hätte, wie lange es SANTIANO schon gibt, hätte ich mit den Schultern gezuckt und geantwortet, dass sicher schon ein paar Jahre ins Land gezogen sind, seitdem Schleswig-Holsteins Antwort auf ANDREAS GABALIER das erste Mal eine Bühne betreten hat. Tatsächlich fand die Band-Gründung jedoch erst 2011 statt, aber der enorme Erfolg der bisherigen Nummer-1-Alben „Bis ans Ende der Welt“ (2012 –  5fach Platin) und „Mit den Gezeiten“ (2013- Diamant), zwei ECHOs und ausverkaufte Tourneen sprechen für die außergewöhnliche Präsenz der Nordlichter, die 2013 zudem als Vorband für HELENE FISCHER fungierten.

Jetzt hat ihr dritter Longplayer „Von Liebe, Tod und Freiheit“ das Licht der Plattenläden erblickt und ich würde mich wundern, wenn Hans-Timm „Timsen“ Hinrichsen (Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug), Axel Stosberg (Gesang, Mundharmonika und Perkussion), Björn Both (Gesang, Gitarre und Bass), Andreas Fahnert (Gesang und Gitarre) sowie Peter David „Pete“ Sag (Geige, Mandoline, Gesang, Akkordeon, Bouzouki, Perkussion, und Tin Whistle) mit ihrem jüngsten Werk nicht nahtlos an die bisherigen Erfolge anknüpfen. Klar, die Messlatte ist bei der Vorgeschichte hoch, doch die Herrschaften wissen zweifellos, was ihre Fans hören wollen und servieren in gewohnt eingängiger Seemanns-Weise einen bunten Mix, der dank „Lieder der Freiheit“ mit einem rockigen MIKE-OLDFIELD-Cover startet. Mit folkigen Shanty-Sounds und jeder Menge Schmackes schließt sich „Rolling The Woodpile“ an, ehe „Die letzte Fahrt“ ein gerüttelt Maß an Dramatik und Melancholie mitbringt – wenn wir hier nicht sogar einen kommenden Beerdigungsklassiker für nautische Gemüter haben, muss ja schließlich nicht immer UNHEILIG am Sarg gespielt werden. „Jonny Boy“ übernimmt mit schmissigen Melodien und auch „Seine Heimat war die See“ geht mitgrölkompatibel ins Ohr, ehe „Fresenhof“ auf Platt leise Töne anschlägt. Derweil versprüht „Joho und ne Buddel voll Rum“ nicht nur unter Piraten gute Laune und auch „Under Jolly Roger“ zeigt sich temperamentvoll. „Der Alte und das Meer“ dürfte im Livevortrag für einen Ozean aus wogenden Armen sorgen, während „Sturmgeboren“ zum Mitsingen einlädt. Gleiches gilt auch für das mitreißende „Richtung Freiheit“, bevor „Rungholt“ mit markanter Perkussion aufwartet und die „Kinder des Kolumbus“ den bunten Reigen mit dezenter Nachdenklichkeit und kraftvollen Gesängen beendet.

SANTIANO sind einfach Meister ihres eigenes Genres: Folk-, Rock- und Shanty-Einflüsse weiß der Fünfer so unverwechselbar und authentisch zu verbinden, dass nicht nur bärbeißige Seeleute Gefallen daran finden, sondern eben auch die Landratten zu beiden Seiten des Weißwurstäquators. Das wird mit „Von Liebe, Tod und Freiheit“ nicht anders sein. Deshalb wird Edelmetall nicht lang auf sich warten lassen. Und wenn es wieder auf große Kaperfahrt geht (über den Sommer open air und ab Herbst vermittels Hallentour), dürften auch die Tickets schnell wieder knapp werden.

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