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SARALEE - Damnation to Salvation

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Artist SARALEE
Title Damnation to Salvation
Homepage SARALEE
Label FIREBOX
Leserbewertung
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SARALEE sind definitiv noch eine der unbekannteren Düstertruppen aus Finnland, die zwar schon seit 2001 in der Szene herumgeistern, im Gegensatz zu ihren Genregenossen wie ENTWINE, CHARON und Co. aber (noch) nicht den großen Durchbruch geschafft haben. Eingefleischten Fans des Finnenrocks sind sie allerdings nicht mehr gänzlich unbekannt. Drei Jahre haben sie sich Zeit gelassen, um auf das gut angenommene Debüt „Darkness Between“ eine Scheibe mit amtlichen Ohrwürmern folgen zu lassen.

Das Problem, was sich bei „Damnation to Salvation“ stellt, ist, dass es absolut sauber produziert ist, eine Menge rockiger Nummern zu bieten hat, absolut finnisch klingt, aber gleichzeitig leider Eigenständigkeit und wirklich neue Einflüsse vermissen lässt, die den Jungs helfen würden, sich von der Masse abzuheben. Stimmlich kommen mir bei Fronter Joonas Vergleiche zu SOULRELIC (kennt die noch wer?), ENTWINE, HIM oder auch SENTENCED („Scars“) in den Sinn. Wer also auf genau diese Art von Vocals steht, sollte nicht lange zögern. Der Einstieg gestaltet sich recht kraftvoll mit ordentlich bratenden Gitarren und macht schon ziemlich Laune – wer nicht ausschließlich komplexe Songs konsumiert, hat hier auf jeden Fall seinen Spaß. Interessant wurde es, als mich eine geshoutete Passage bei „Forsaken“ aufhorchen ließ, das hätte man so bei SARALEE nicht erwartet, aber sie sollten das doch bitte vermehrt einbauen, das Stimmpotential ist da. Sowieso ist der Einstieg ins Album sehr dynamisch, lässt auf eine gute Scheibe hoffen, die später leider abfällt… Gegen Ende reißt man sich dann wieder zusammen, driftet gar in rockig-ruhige Gefilde ab, das wiederum äußerst gelungen (stimmlich gibt es gegen Ende heiser doomige Ausbrecher, na das ist doch mal was). Da frage ich mich doch so langsam wirklich, warum diese Abwechslung nicht konsequent durchgezogen wird? So oder so geht man ansonsten bei der Scheibe auf Nummer sicher und wandelt auf altbewährten Trauerrockerpfaden. Des einen Leid…. Nur hübsch aussehen und runde Eyeliner auftragen, reicht nicht (jedenfalls nicht mehr, wenn man aus dem Teenageralter raus ist), da muss schon ein Schwung Abwechslung mit ins Spiel kommen – äußerst angenehme Stimme mit Ville Laihiala (oder Valo) Touch hin oder her – um vollends zu überzeugen! So negativ das auch klingen mag, so schlimm ist es im Gesamtpaket gesehen dann doch nicht, es fehlt halt die Konstanz, zwischen den Highlights sollte es keine Absacker geben.

Nun, wie dem Review vielleicht bereits zu entnehmen ist „DTS“ für alle eingefleischten Suomi-Rock Fans eine absolut sichere Bank, wem oben angeführt Bands allerdings sowieso schon zu den Ohren rauskommen, sollte auch hier eher Abstand wahren.

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